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Name: Deutsch-Tansanische Partnerschaft e.V.
Einsatzland:
Typ:
Adresse: Jessenstr. 4
22767 Hamburg
Telefon: 040-38616113
Email: Email senden
Homepage: www.dtpev.de



Mehr Infos zu Deutsch-Tansanische Partnerschaft e.V. gibt es auf Ausland.org

Seit 1998 engagieren wir uns in Tansania in Projekten zu Erneuerbaren Energien. Neben dem ökologischen Aspekt achten wir bei den Projekten auf soziale Ausrichtung, Bildungscharakter und die Stärkung lokaler Strukturen, wie Dachverbände für Erneuerbare Energien, Frauengruppen oder Berufsschulen. Seit 2005 wird die enge Zusammenarbeit mit tansanischen Partnern durch Freiwilligendienste für deutsche und tansanische Jugendliche unterstützt. Diese bringen sich aktiv und intensiv vorbereitet als Lernende in lokalen Initiativen ein.

Das Projekt „weltwärts für Völkerverständigung und Klimaschutz in Tansania“ richtet sich an junge Erwachsene aus Deutschland. Sie bringen sich nach intensiver Vorbereitung aktiv als Lernende in tansanischen NGOs, Dachverbänden und Berufsschulen ein. Dort arbeiten sie zu Klimaschutz, erneuerbaren Energien und (Umwelt-)Bildung. Seit dem Jahr 2000 organisieren wir in enger Zusammenarbeit mit tansanischen Partnern Freiwilligenprogramme für deutsche und tansanische Jugendliche. Im Mittelpunkt stehen dabei das Potenzial und die Chancen des voneinander Lernens und sich auf einander Einlassens.

Wir freuen uns über alle Bewerber*innen – mit Abitur, Ausbildung oder Studium! Ein Jahr in Tansania bietet in jedem Fall die Chance auf eine einzigartige und bereichernde Erfahrung.

Ihr findet weitere Informationen auf unserer Website: www.dtpev.de

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Simeon Wittenberg schrieb am 03.02.09 um 11:28 Uhr:
Seit nunmehr vielen Jahren ermöglicht die Deutsch-Tansanische Partnerschaft e.V. (im Folgenden nur noch als DTP bezeichnet) Jugendlichen aus Deutschland und seit diesem Jahr auch erstmals aus Tansania, einen Auslandsaufenthalt der ganz besonderen Art, im fernen und exotischen Tansania bzw. Deutschland.
Seit diesem Jahr (Jahrgang 2008/09), wird das Programm der DTP von weltwärts (Jugendförderungsprogramm des BMZ [Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung]) unterstützt. Bis dato hatten die Freiwilligen nur die Möglichkeit im Rahmen eines FÖJ (Freiwilligen Ökologischen Jahres) nach Tansania zu kommen. Dies bedeutete auch, dass sie fast vollständig für die anfallenden Kosten aufkommen mussten.
Die inhaltlichen Ziele haben sich trotz des Großsponsors Steuerzahler nicht geändert. Noch immer legt die DTP Wert auf Völkerverständigung und Klimaschutz. Dementsprechend werden die Freiwilligen in Projekten untergebracht, wo eine qualifizierte Betreuung gewährleistet und die Ziele der Arbeit dem Klimaschutz, erneuerbaren Energien und der Bildungsarbeit zugute kommen.
Dieses Jahr entsandte die DTP fünfzehn Freiwillige in sieben Einsatzstellen in Tansania uns zwei Tansanier nach Deutschland. Meist zu zweit, aber teils auch alleine. Die Einsatzstellen in Tansania erstrecken sich von den Ufern des gigantischen Victoriasees im Nordwesten des Landes, über Arusha am Fuße des sagenumwobenen Mount Kilimanjaros, sowie des südlichen, von Elefanten bevölkerten Hochlandes bis an die Küste, in die pulsierende Metropole Dar es Salaam und auf die Gewürzinsel Sansibar im Indischen Ozean.

Als Freiwilliger dieses Jahrgangs möchte ich kurz beschreiben wie die Vorbereitung und die ersten Monate für mich verlaufen sind. Anmerken möchte ich noch, dass ich lediglich ein Beispiel für die genannte Organisation bin und dass meine Erfahrungen sehr subjektiv und nicht verallgemeinerbar sind und auch nicht stellvertretend für die DTP stehen. Auch das kulturelle Umfeld in dem ich lebe, im muslimisch geprägten Sansibar ist signifikant anders als auf dem Festland.

Vorbereitung und Betreuung: Die DTP gewährleistet eine umfassende Betreuung und Vorbereitung für die 12 Monate in Tansania. Nach dem schriftlichen Bewerbungsverfahren werden etwa 30 Kandidaten zum Interview nach Hamburg geladen. Wer auch dieses erfolgreich bestanden hat und zu den 15 gehört, die das nächste Jahr in Tansania verbringen dürfen, hat noch einige Termine bevor es zum Flieger geht. Damit ihr das sprachliche Rüstzeug für einen erfolgreichen Start in Tansania habt, bietet die DTP zuvor in Deutschland einen Kisuahelisprachkurs bei einem hervorragenden, sansibarischen Lehrer an. Bei ihm lernt ihr nicht nur viel über die Sprache, sondern auch über kulturelle Besonderheiten, Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Darauf folgt das Vorbereitungsseminar, dass normalerweise im Energiepark Artefact, in der Nähe von Flensburg stattfindet. Hier geht es eine gute Woche um eventuell auftretende Schwierigkeiten, Kulturschock, Werte, Entwicklungszusammenarbeit, Gesundheit, erneuerbare Energien etc. pp. Neben der inhaltlichen Arbeit bietet es eine wunderbare Gelegenheit die Gruppe weiter kennen zu lernen und viel Spaß zu haben (den hatten wir jedenfalls).
Aber auch in Tansania angekommen werdet ihr nicht am Flughafen abgestellt und dann muss man sehen wie man weiter kommt. Es folgt eine weitere zehntägige Einführung im Land, bevor es in die Einsatzstellen geht. In diesen zehn Tagen gibt es noch einmal einen Sprachkurs, ihr geht zum ersten Mal zusammen auf den Markt, lernt erste Preise kennen und probiert das erste Kisuaheli aus. Aus Deutschland kann man sich vielleicht schwerlich vorstellen, dass hier alles so anders ist, sodass man eine derart umfangreiche Vorbereitung braucht. Sie hat den Einstieg und das Leben hier aber immens erleichtert.
Etwa zur Halbzeit treffen sich alle wieder zum Zwischenseminar. Sinn dieses Seminars ist der Austausch zwischen den Einsatzstellen, Rückblick und Anregung und das Erarbeiten von Perspektiven.
Abgeschlossen wird die Betreuung mit einem Rückkehrerseminar in Deutschland von dem ich noch nicht berichten kann, da es noch aussteht.

Das mache ich jetzt: Hier auf Sansibar arbeite ich in einer Frauenkooperative namens , was soviel bedeutet wie Hitze oder Feuer. Die etwa 300 Frauen in den 16 Kooperativen produzieren Fashionprodukte aus den Blättern der Dattelpalme. Ich unterstütze die Frauen dadurch, dass ich mich in Ihrem Namen um den Verkauf und das Marketing der Produkte kümmere. Ein kleines Museum wieder herrichte, den Laden für die Touristen attraktiv gestalte und die Rennerei zu Tourveranstaltern und Hotels erledige, die Kunden von sind. Ebenso kümmere ich mich um Werbematerialien und mehr Kunden, um ihnen einen Einblick in das traditionelle Kunsthandwerksgewerbe bieten zu können.

Mir ist dabei besonders wichtig: Hier möchte ich kurz von persönlichen Prioritäten berichten, die mir wichtig sind, aber auch kurz darauf aufmerksam machen, dass es durchaus Dinge gibt die ich für wichtig erachte, die nicht unmittelbar etwas mit mir zu tun haben.
Am wichtigsten erscheint mir an meinem Tansaniaaufenthalt der Kulturaustausch, der meiner Meinung nach ein riesiges Potential besitzt. Voneinander zu lernen und versuchen zu verstehen. Hier bietet sich die Chance Gemeinsamkeiten, oder auch Unterschiede zu entdecken, davon zu lernen und zu profitieren, oder sich zu distanzieren. Respekt und Toleranz sind hier meine Stichworte. Solange ein gleichberechtigter Austausch auf menschlicher, nicht auf materieller Ebene, da dies so gut wie unmöglich ist, stattfindet, kann man unglaublich viel über das Land erfahren. Man selbst kann eigentlich nur gewinnen durch den Reichtum der Erfahrungen, die sich im Laufe der Zeit ergeben. Seien es Gute oder Schlechte. Es sind Erfahrungen aus denen man gewiss seine Lehren ziehen wird.
Ebenso wichtig wie die Erfahrungen selbst ist es mir, diese in der Heimat zu kommunizieren und so die Menschen einzubeziehen, die nicht die Möglichkeit haben oder hatten, auf diese Weise die Heimat zu verlassen.
Abgesehen von dem persönlichen Profit, den ich zweifelsohne aus diesem Jahr ziehen werde, gibt es auch hier, in der fremden Kultur Dringlichkeiten, die nichts mit mir zu tun haben, denen ich mich aber stellen muss oder darf. Gemeint sind soziale Verbindlichkeiten, die einen ganz anderen Charakter haben können als wir es gewohnt sind. Es können aber auch die Allgemeinheit betreffende Probleme, wie Arbeit, Umweltschutz oder der Müll sein, wo ich es für wichtig erachte mich zu engagieren.

Das macht mir daran Spaß: Ich habe große Freude daran jeden Tag etwas Neues zu entdecken, neues dazu zu lernen und neue Menschen zu treffen. Mit ihnen zu arbeiten und dabei Spaß zu haben und mich sogar mit ihnen zu befreunden und so ein Netzwerk von Freunden und Partnern über die ganze Welt aufzubauen. Aber auch das Gefühl nicht unnütz zu sein und in seinem Tun von verschiedenen Seiten bestärkt zu werden, kann ein Zustand erzeugen, den man vielleicht mit „Spaß“ beschreiben kann.
Ich möchte hier dennoch einen kurzen Unterschied zum „Konsumspaß“ (z.B. Jahrmarkt, Strandurlaub…) benennen. Meine Tage sind gefüllt mit erfüllender Arbeit, sodass ich nichteinmal auf die Uhr schauen muss, oder meine Arbeitszeit abrechnen. Darüber kann ich mich glücklich schätzen, beschreibt es doch den Spaß an meiner Arbeit.

Das nervt daran manchmal: Mit gewissen Dingen muss ich noch lernen mich zurecht zu finden. Das größte Reizpotential liegt in der Zeit. Als absolute Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit gewohnter Deutscher, wurde ich schon des Öfteren vor den Kopf gestoßen, als ausgemachte Verbindlichkeiten und Termine nicht eingehalten wurden. Ebenso leid bin ich die Versuche sämtlicher Straßenhändler dich anzuquatschen und über den Tisch zu ziehen. Als Weißer ist man hier nun mal steinreich – was im übrigen viele Touristen hier auch wirklich sind – und das versuchen viele hier mit aller Vehemenz auszunutzen. Ansonsten komme ich mit der Bevölkerung aber sehr gut klar, man muss sich einfach die Zeit nehmen und quatschen, dann entpuppt sich meist auch der Zudringlichste unter ihnen, als witziger, gesprächiger Kumpel.

Mein sozialer Einsatz bringt mir was, und zwar: Abgesehen von den oben genannten Vorzügen die ich hier gewinne, bringt mir mein Engagement in jeder Bewerbung einen großen Vorteil. Auslandserfahrungen, soziales Engagement, kombiniert mit selbstständigem Arbeiten, schult verschiedene Kompetenzen wie Belastbarkeit, Kreativität und Teamfähigkeit und erleichtert mir so Zugang zu Hochschulen und Arbeitsmarkt. Daneben lerne ich andere Seiten von mir und meine Grenzen und Möglichkeiten besser kennen und kann sie im besten Fall erweitern.


Abschließend möchte ich für weitere Informationen zur DTP und zu den Einsatzstellen auf die Website der DTP verweisen und allen Interessierten viel Glück bei ihrer Bewerbung wünschen!

Simeon (Jahrgang 08/09)