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Verein: AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.
Projekt: Englisch-Unterricht und Kinderbetreuung
Land:
Bewerbungsende: 01.10.2009
Status: Stelle gestrichen
Laufzeit: ab August 2010 - 12 Monate
Sprache im Projekt: keine Angaben
Typ:




Diese Stelle ist nicht mehr verfügbar!

Bewerbungsfristen:
Bewerbungsbeginn für die Abreise im Sommer eines Jahres ist immer der 1. September des Vorjahres. Bewerbungsschluss ist 30. September.
Bewerbungsbeginn für die Abreise Anfang eines Jahres ist immer der 1. März des Vorjahres. Bewerbungsschluss ist der 30. März.

Voraussetzungen:
He/she should have experiences and high motivation to work with children ages 3 to 6 years,
Preferably studied a few semesters of social sinces or have a vocational background in nursery
Age 23-28 years;
He/she must be preparred to live in very simple and poor conditions without the usual economic or communication standards
Preferred gender of the volunteer: No preference;
Necessary language skills: english (fluent), Kiswhalili (for conversational).



Projektbeschreibung:


Mission: (see also general description below in german language)

The Organisation is voluntary community based, working with the aim of offering basic life needs and educational supports to orphans which is considered pivotal in bringing about improvements in their lives.

It was founded in May – 2005 and undertakes the following activities:

1.Providing training for kindergarten classes
2.Serving as orphanage

3.New school building activities


Area of work: Education, Human Rights

Tasks of the volunteers will be:

1.To teach kindergarten children
2.To help construction works at the new school building
3.Help take are or orphans Aims/Themes … Children should know:
a. counting simple numbers 1 to 10
b. Read and write all alphabetical order
c. compose simple English sentences
d. to give basic life skills to orphans
e. efficiently to prepare a child to join primary Volunteers will be working five hours per day. As according to the planned time table.
The lessons plan with the time table should be discussed with the volunteers when present. Tasks and Role for a volunteer : 1. to help the kindergarten and all its staff to acquire the new skills she brought with
2. S/he will involve directly at designing the lessons plan and schemes of works for the children aged 3 to 6 years. Language-Training:

In Cooperation with the Deutsch-Tansanische-Partnerschaft (DTP), AFS will offer an intensive languagetraining in Kiswahili.

It will take place in Hamburg from June 28 th til July 7th at a price of 160 EUROs plus Room and Board. Since this languagetraining is not part of the program, the expenses are to be paid by the participants

Projektberschreibung Deutsch

Allgemeine Situation Tansanias

Tansania ist ein Land, welches seit Jahrzehnten mit größter Armut kämpft. Dies trifft insbesondere auf die ländlichen Gebiete in verstärktem Ausmaß zu, in welchen die große Mehrheit der Bevölkerung lebt. Lebensgrundlage der Menschen ist überwiegend die regenabhängige Subsistenzwirtschaft mit nur wenigen alternativen Versorgungsquellen. Zur Jahreswende 2005/2006 brach daher in großen Teilen Tansanias eine Hungersnot aus, da die „kleine“ Regenzeit zwischen August und Oktober ausblieb.

Bildung und sprachliches Profil Tansanias

Nationalsprache Tansanias ist Swahili, Amtssprachen Tansanias sind Swahili und Englisch. Ausgenommen die Küstenregion um Dar-es-Salaam, lernen Tansanier Swahili in der Regel als erste Fremdsprache, nach der Sprache der jeweiligen Ethnie, der sie angehören. Swahili ist Unterrichtssprache während der gesamten Grundschulstufe. Ab der weiterführenden Schule wird Englisch als Unterrichtssprache eingeführt. Für die meisten Tansanier ist dieses entsprechend die zweite Fremdsprache. Auch die akademische Ausbildung erfolgt auf Englisch.

Real sprechen außerhalb Dar-es-Salaams allerdings nur die wenigsten Tansanier Englisch und auch auf den Straßen Dar-es-Salaams, der größten Stadt des Landes, ist Englisch in der täglichen Kommunikation kaum verbreitet. Tansanier unterschiedlicher Ethnien unterhalten sich üblicherweise auf Swahili, welches im Alltag eine herausragende Rolle einnimmt.

Die Organisation des Bildungswesens führt, wie bereits angedeutet, gerade in ländlichen Gebieten dazu, dass Englischkenntnisse kaum bzw. nicht vorhanden sind. Gerade auf dem Land setzen nur wenige Kinder ihren Schulbesuch über die Grundschulstufe hinaus fort, noch weniger besuchen nach der weiterführenden Schule die Universität in Dar-es-Salaam. Verantwortlich hierfür sind verschiedene Gründe, meist ist die individuelle wirtschaftliche Situation der Familien ausschlaggebend, aber auch zu lange Schulwege können ein Problem darstellen. Jene Kinder, die an weiterführenden Schulen Englisch lernen, vergessen dieses oft sehr schnell nach Beendigung der Schule wieder, da ihnen die Anwendung fehlt. Hinsichtlich der Vermittlung des Englischen an den weiterführenden Schulen tritt das Problem hinzu, dass auch die dortigen Lehrkräfte oftmals nur bedingt des Englischen mächtig sind. Diese sprachlichen Probleme setzen sich bis auf Universitätsniveau fort, wo sich viele Studenten den Vorlesungsstoff zunächst in Lerngruppen auf Swahili rückübersetzen, um ihn zu verstehen.

Spezifische Situation des Dorfes

Das Dorf im Udzungwa-Distrikt der Iringa-Region Tansanias mit etwa 22 000 Einwohnern, etwa 5 bis 6 Busstunden südwestlich Dar-es-Salaams. Es liegt bei den Udzungwa-Bergen in einer ländlichen Gegend, seine Situation entspricht im Großen und Ganzen der obigen Darstellung.

Das Dorf ist überwiegend christlich geprägt, jedoch gibt es auch eine größere Zahl Muslime. Neben der christlichen Religion ist der Islam die zweithäufigste Religion in Tansania. Die beiden Religionen bestehen dabei in einem sehr friedlichen und zwanglosen Verhältnis nebeneinander.

Von vergleichbaren ländlich geprägten Gegenden unterscheidet sich der Ort allerdings in einem wesentlichen Punkt. In unmittelbarer Nähe befindet sich in den Udzungwa-Bergen der Udzungwa-Nationalpark, einer der größeren Nationalparks Tansanias. Die Nachbarschaft zum Park bietet der Dorfbevölkerung theoretisch ein großes Beschäftigungspotential und damit eine Ergänzung zur rein landwirtschaftlichen Selbstversorgung; zum einen durch direkte Anstellung im Park, aber vor allem auch durch angegliederte Dienstleistungen wie Unterbringung der Touristen in Hotels und Hostels, Versorgung dieser, Fahrservice, etc. Nichtsdestotrotz rekrutiert sich weniger als ein Sechstel des beschäftigten Personals aus der lokalen Bevölkerung. Als Hauptursache hierfür identifiziert der örtliche Lehrer, John Mansur, vor allem die fehlenden englischen Sprachkenntnisse der Dorfbewohner, wodurch selbst eine einfachste Verständigung mit den Gästen meist unmöglich wird.

Projektidee, Zielsetzung und Stand der Durchführung

Vorhaben

Die sprachlichen Probleme schränken für die Einwohner des Dorfes nicht nur die eigentlich vorhandenen Möglichkeiten bezahlter Arbeit als zusätzlicher und alternativer Einkommensquelle ein, sondern erschweren den Kindern und Jugendlichen auch das Erreichen eines höheren Bildungsstandes und beeinträchtigen dadurch ihre späteren Bildungs-, Ausbildungs- und Berufschancen.

Um eine langfristige Verbesserung der Lebensumstände der Menschen in dem Dorf zu erreichen und insbesondere die genannten Bildungsprobleme zu bewältigen, ergriff der örtliche Lehrer zu Beginn des Jahres 2005 die Initiative und richtete einen Kindergarten ein, der den Kindern das Englische bereits ab dem Kleinkindalter vermittelt. Gerade diese Altersgruppe wird durch die staatlichen Bildungsstrategien stark vernachlässigt. Im letzten Jahr wurde die Einrichtung um die Grundschulstufe erweitert.

Vorrangiges Ziel des Projekts ist die Bewältigung der strukturellen Ursachen von Armut im Dorf. Es geht daher von einer mittel- bis langfristigen Entwicklungsperspektive aus, statt in kurzfristig ausgerichteten und auf schnelle Ergebnisse fixierten Strategien lediglich Symptome zu bekämpfen.

Hierdurch erklärt sich die Entscheidung, zunächst einen englischsprachigen Kindergarten einzurichten. So könnte möglicherweise z.B. die Erwachsenenbildung kurzfristig bessere Ergebnisse in der lokalen Armutsbekämpfung erzielen, indem mehr Erwachsene eine Chance auf bezahlte Lohnarbeit im Tourismusbetrieb bekämen. Nichtsdestotrotz wäre dies zum einen eine nur einseitig auf Einkommensarmut ausgerichtete Strategie, die andere Armutsaspekte unberücksichtigt ließe. Zum anderen wäre die Herangehensweise nicht sehr nachhaltig, da strukturelle Armutsursachen, wie insbesondere mangelnde Bildung der Jugend und Chancen auf diese, bestehen blieben.

Die Förderung von Bildung beschränkt sich demgegenüber nicht nur auf Einkommensaspekte von Armut, sondern kann auch positive Auswirkungen auf gesundheitliche Aufklärung, wirtschaftliche Innovationsfähigkeit, Wahrnehmung von Rechten gegenüber Behörden, etc. haben.

Für eine ganzheitliche Vorgehensweise, die sämtliche in dieser Situation theoretisch sinnvollen Bildungsangebote einschließt, fehlen wiederum z. Zt. jedoch die finanziellen wie auch personellen Kapazitäten. Auch bestünde die Gefahr der Aufblähung des Projektes. Dies schließt indes eine spätere Erweiterung des Projekts z.B. um ein solches Angebot der Erwachsenenbildung, soweit dies im Dorf auch gewünscht ist, nicht grundsätzlich aus, so wie es auch im letzten Jahr mit der Einführung der Grundschulstufe geschehen ist.

Ziele

Um eine Verminderung der Armut zu erreichen, vereinigt die Errichtung des Kindergartens zusammen mit der Grundschulbildung mehrere Zielsetzungen.

<!--[if !supportLists]-->· Die Betreuung der Kinder im Kindergarten ermöglicht ihnen neben der sinnvollen Beschäftigung mit Gleichaltrigen aber auch älteren Kindern bereits das frühkindliche Lernen, was besonders im Hinblick auf das Erlernen von Fremdsprachen vorteilhaft ist, welches in diesem Alter sehr viel leichter fällt. <!--[endif]-->

<!--[if !supportLists]-->· Zusätzlich wird hierdurch eine Entlastung der Eltern und älteren Geschwister erreicht. Dies betrifft insbesondere Frauen und Mädchen, die traditionell die Verantwortung für die kleineren Kinder tragen. Sie können die dadurch gewonnene Zeit unbelastet für andere Beschäftigungen, wie Holzsammeln, Wasserholen oder Schulaufgaben verwenden, während derer die kleineren Kinder ansonsten oft unbeaufsichtigt zuhaus bleiben oder mitgenommen werden müssen. <!--[endif]-->

<!--[if !supportLists]-->· Der englischsprachige Unterricht bereits in Kindergarten und Grundschule sorgt dafür, dass auch jene Kinder, die nicht die Möglichkeit zum weiterführenden Schulbesuch haben, bereits über Englischkenntnisse verfügen. Dies erhöht deutlich deren Chancen auf eine Anstellung im Udzungwa-Nationalpark oder angegliederten Dienstleistungserbringern trotz des geringen Bildungsstandes.<!--[endif]-->

<!--[if !supportLists]-->· Neben der Vermittlung des Englischen bereits in früher Kindheit schafft der Kindergarten außerdem eine Möglichkeit zur Betreuung von AIDS-Waisen, deren Zahl auch hier steigt. Deren besonders verletzliche Stellung wird damit sowohl in sozialer Hinsicht als auch im Hinblick auf ihre späteren Bildungsperspektiven verbessert.<!--[endif]-->

<!--[if !supportLists]-->· Darüber hinaus wird auch die Aufklärung zu gesundheitlichen Fragen wie Hygiene, Malaria-Prophylaxe, HIV oder wasserinduzierte Krankheiten angestrebt.<!--[endif]-->

<!--[if !supportLists]-->· Das Erlernen des Englischen und Vertrautwerden mit der Sprache in Kindergarten und Grundschule verschafft den Kindern bessere geistige Voraussetzungen, ihren Bildungsweg auch nach Beendigung der Grundschulstufe erfolgreich fortzusetzen.<!--[endif]-->

<!--[if !supportLists]-->· Mittelfristig erhöht die Verbesserung der englischen Sprachkenntnisse der (jungen) Dorfbevölkerung deren Chancen auf eine spätere Beschäftigung im Nationalpark und angegliederten Dienstleistungen, einhergehend mit höherem Bildungsgrad dabei auch die Chancen auf höhere Positionen als z.B. reine Helfertätigkeiten. Dies schafft zusätzliche und alternative Einkommensmöglichkeiten zur traditionell betriebenen Landwirtschaft.<!--[endif]-->

Mittel- und langfristig wäre durch Erweiterungen des Bildungsangebots bzw. durch eine entsprechende Gestaltung der Lehrpläne auch die Vermittlung verschiedener weiterer armutsbezogener Inhalte nicht nur im Rahmen der Grundschulbildung, sondern auch in der Erwachsenenbildung, wie hinsichtlich der weiteren Gesundheitsaufklärung, Umweltschutz usw. möglich. Dies ist jedoch abhängig von der weiteren Entwicklung des Projektes und muss mit den lokalen Initiatoren und Lehrkräften erörtert werden.

Generell ist ein erhöhter Bildungsstand keine Garantie zur Lösung aller Entwicklungsprobleme, er verbessert jedoch zum einen die Möglichkeiten der persönlichen Entfaltung des einzelnen Menschen und ist in diesem Sinne bereits für sich allein genommen ein anstrebenswertes Ziel (vgl. dazu auch das Entwicklungsverständnis des UNDP). Zum anderen kann unter den gegebenen Umständen und in Anbetracht der bereits erfolgten Fortschritte in der Durchführung des Projektes davon ausgegangen werden, dass sich eine verbesserte Bildung auf das Dorf insgesamt positiv auswirken wird.

Aktueller Stand

Das Projekt begann seine Arbeit im Mai 2005. Es wurde zunächst ein Gebäude angemietet und als Kindergarten/ Schule hergerichtet. Aufgrund der schnell wachsenden Kinderzahl musste jedoch bald ein größeres Gebäude im Zentrum Dem Dorfs gemietet werden. Von anfangs 12 stieg die Zahl der betreuten Kinder schnell auf über 50.

Inzwischen lernen etwa 70 Kinder in Kindergarten und Grundschule – Tendenz weiter steigend –, darunter auch eine geraume Zahl Waisen. Der Kindergarten umfasst die Zielgruppe der drei- bis sechsjährigen, die älteren Kinder besuchen die Vor- oder Grundschule. Das Projekt ist inzwischen auch als eingetragene Gemeinde-Initiative zur Verbesserung der ländlichen Bildung staatlich registriert, der Abschluss ermöglicht den Kindern bei Bestehen der weiteren Aufnahmeprüfung den regulären Besuch weiterführender Schulen.

Inzwischen wurde auch ein geeignetes Grundstück dem Dorf erworben und der Bau projekteigener Schulgebäude begonnen, um langfristig die Mietkosten zu vermeiden und den Kindern eine lernfreundlichere Umgebung zu schaffen.

Art der benötigten Unterstützung

Das Projekt benötigt zum jetzigen Zeitpunkt in erster Linie Lehrkräfte, die das Englische so gut beherrschen, dass eine qualifizierte Vermittlung der Sprache an die Kinder möglich ist. In der Region herrscht ein Mangel qualifizierter Lehrkräfte, deren Ausbildungsschwerpunkt die englische Sprache ist bzw. die das Englische entsprechend gut beherrschen, um es professionell und fachgerecht lehren zu können. Dies ist z.T. auch der erläuterten, allgemeinen Bildungssituation in Tansania im Hinblick auf das Englische geschuldet.

Da das Projekt eine Initiative der Dorfgemeinschaft ist, keine staatliche Beihilfen erhält und die Eltern der Kinder Unterstützung und Gebühren oft nur in Naturalien leisten können, ist darüber hinaus jedoch auch die finanzielle Situation der Einrichtung immer wieder angespannt. Finanzielle Unterstützung wäre daher ebenfalls notwendig.

Von diesen beiden Aspekten kommt ersterem jedoch eine entschieden höhere Priorität zu.

Vorteile eines internationalen Austauschs

Die Erweiterung des bereits bestehenden Projekts um den Aspekts des internationalen Austauschs hätte mehrere positive Effekte für beide Seiten.

Für den Kindergarten und die Grundschule des Dorfes würde die Lehrtätigkeit durch qualifizierte Freiwillige vor allem eine Verbesserung des Niveaus des Englischunterrichts bedeuten. Dies käme besonders den Kindern zugute. Die Erfahrung hat auch gezeigt, dass die Einführung alternativer Lehrpraktiken möglich ist und angenommen wird, um insbesondere die Anwendung der Prügelstrafe zur Disziplinierung zu vermindern.

Die Einbeziehung der Freiwilligen in die Dorfgemeinschaft und deren Alltag fördert zudem den interkulturellen Austausch, das gegenseitige Kennenlernen anderer Perspektiven zu Fragen wie Umwelt, gender u.v.m. und eröffnet den Dorfbewohnern ein vielseitigeres Bild des „Westens“ als der begrenzte und oberflächliche Kontakt mit dem Strom weißer Touristen.

Ein entscheidender Punkt ist jedoch, dass das Projekt aus der lokalen Dorfgemeinschaft heraus entstanden ist, von ihr aktiv entwickelt und unterstützt wird und damit in dieser Gemeinschaft verankert ist. Gerade dies sind die besten Voraussetzungen, das Ansinnen des Projektes mit äußerer Unterstützung effektiv und nachhaltig verwirklichen zu können.

Den Freiwilligen bietet sich im Gegenzug die Möglichkeit, durch diese Erfahrung eine fremde Sprache, Kultur und Lebensweise kennen zulernen und besonders auch den westlichen Lebensstil und seine Selbstverständlichkeiten in Relation zu setzen mit den Lebensumständen einer Mehrheit der Menschen auf dieser Welt. Dies ist eine sehr persönliche Erfahrung, die es sich meines Erachtens immer zu machen lohnt.

Arbeitsvoraussetzungen

Aufgrund der erläuterten sprachlichen Situation sind für die Ausübung der Lehrtätigkeit über einen längeren Zeitraum in Dem Dorf unbedingt zumindest gute Grundkenntnisse des Swahili notwendig.

Der Ansprechpartner und Projektleiter vor Ort spricht sehr gut Englisch und betreut die Freiwilligen auch, er ist jedoch eine Ausnahme, gerade auch in einer ländlichen Gegend wie dieser! Um der Lehrtätigkeit mit den Kindern nachgehen zu können und diese zu erleichtern, aber vor allem auch, um sich in die Dorfgemeinschaft einfügen zu können, sind ausbaufähige Swahilikenntnisse eine Grundvoraussetzung.

Desweiteren und aus dem Aufgabenprofil logisch folgend, müssen sehr gute Englischkenntnisse vorliegen, die die Vermittlung der Sprache an andere erlauben.

Ideal, um den anfallenden Aufgaben gerecht zu werden, wären zusätzliche pädagogische Kenntnisse oder Erfahrungen. Meines Wissens können sich in anderen Projekten viele Freiwillige hier jedoch auch ohne Vorkenntnisse recht gut einarbeiten.

Eine entsprechende interkulturelle und auch interreligiöse Sensibilität und Offenheit wird vorausgesetzt. Zwar ist Dem Dorf überwiegend christlich geprägt, neben der christlichen Religion ist der Islam jedoch die zweite Hauptreligion in Tansania. Die beiden Religionen bestehen in einem sehr friedlichen und zwanglosen Verhältnis nebeneinander. Dies sollte entsprechend respektiert werden.

Weiterhin sollten Freiwillige die Bereitschaft mitbringen, sich auf, für unsere Verhältnisse, sehr einfache Lebensbedingungen einzulassen.

Arbeitsbedingungen

Das Dorf Dem Dorf liegt, wie bereits erwähnt, in einer ländlichen Gegend in unmittelbarer Nähe zum Udzungwa-Nationalpark, in südwestlicher Richtung von Dar-es-Salaam. Bis nach Mikumi (regionaler Knotenpunkt) sind es ca. 2 Busstunden. Von dort ist die Weiterfahrt in verschiedene Richtungen möglich, nach Dar-es-Salaam sind es weitere 2 bis 4 Busstunden.

Die Dorfgemeinschaft stellt für die Freiwilligen eine Unterkunft bereit, in welcher Strom und fließendes Wasser vorhanden sind. Im Nachbarort gibt es zudem eine Internetverbindung.

Während der Regenzeit (März-April) ist eine Lehrtätigkeit möglicherweise nicht unbedingt zu empfehlen. Neben den erschwerten Arbeitsbedingungen ist ein weiterer Grund die mögliche Isolation.

Von Mikumi nach Udzungwa führt keine durchgehend asphaltierte Straße. Dennoch müssten Verbindungswege bestehen, da gerade in der Regenzeit der Nationalpark, der sich besonders durch seine Wasserfälle auszeichnet, an Attraktivität gewinnt. In diesen Fragen besteht noch weiterer Klärungsbedarf