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Ich will helfen!?

Alles worüber man etwas loswerden möchte ;)

Beitragvon micha - cambodia » 19.05.2008, 05:32


Vom 8. bis 12. April besuchte uns Flroian Töpfl, Journalist des SZ-Magazins, hier in Kambodscha. Seinen erst kürzlich veröffentlichten Artikel findet ihr hier:

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/24384

und bitte, macht euch auch die Mühe und lest die Kommentare - ich bin gespannt auf eure Antworten...

micha - cambodia
 
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Beitragvon stephan » 19.05.2008, 11:02


meiner meinung nach ist es skandalös jugendliches engagement dermaßen in den dreck zu ziehen.

zunächst einmal denke ich, dass jeder deutsche jugendliche eine menge mut beweist, sich in unbekannte kulturkreise zu begeben, wie die mensche dort zu leben und wirkliche helfen zu wollen.

auch finde ich trifft einer der kommentare die situation sehr passend. andauernd wird von oben herab genörgelt, die deutsche judgend sitzte nur noch vor dem computer und interessiere sich weder für die menschen, noch für die welt um sie herum. jugendliche, die ihr engagement im weltwärtsprogramm unter beweis stellen, gehören somit nicht auf solche art und weise runtergebuttert! es ist eine schande, dass sich eine qualitätszeitung eine solche berichterstattung herausnimmt.

ansonsten finde ich, werden in den dem artikel gegenüber kritischen kommentaren genug gründe angeführt, weshalb solches engagement zu honorieren und auch nützlich ist. ich denke, das brauche ich hier nicht noch einmal wiederkauen.

ps. micha, mich würde interessieren, wie du als person vor ort den artikel empfunden hast?

stephan
 
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Beitragvon Birte » 19.05.2008, 19:02


ich finde das schon fast unverschämt. es heißt immer, wir jugendlichen wären überhaupt nicht hilfreich, unfreundliche und würden uns nur für partys interessieren. es bringt mir nicht sehr viel, den menschen dort zu helfen - jedenfalls nicht in dem sinn, wie es der reporter geschrieben hat, der für seinen artikel sicherlich geld und eine schöne reise bekommen hat.
ich bin froh und stolz, weltwärts zu gehen. ich finde, dass jeder seinen teil dazu beitragen kann, dass es unserer welt besser geht.

Birte
 
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Beitragvon Rede » 20.05.2008, 09:18


ich bin der meinung dass es sich garnicht lohnt über solch einseitig geschriebenen artikel aufzuregen. man kann nur hoffen dass es einen ähnlichen effekt hat wie letztes jahr die sachen mit den "killerspielen" (ich will jetzt keine neue diskussion anfangen!) und sich noch mehr angagierte junge leute über EZ informieren.

Rede
 
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Beitragvon La Flèche » 20.05.2008, 12:53


Danke für den Hinweis Micha!

Der Artikel an sich ist böse überzeichnet, doch finde ich die Kommentare dazu, auch die von unserer Seite aus negativen, schon sehr aufschlussreich!

Ich bin tatsächlich eine der "Weißnasen" mit Hilfsyndrom, dachte doch, ich könnte tatsächlich etwas bewegen usw, rege mich aber immer wieder darüber auf, wenn meine Lehrerin uns erzählt, wie gebildet wir doch seien.
Aber ganz ehrlich: Was haben wir (vor allem die, die grad Abi machen) denn schon erreicht?
Abi hat die halbe Nation!

Vor allem die Kommentare dazu sind schon ein harter Schlag, vor allem wenn da ehemalige Freiwillige dem Artikel auch noch beipflichten.

Aber selbst wenn wir direkt ncihts bewirken können - unseren guten Willen verlieren wir doch nicht!
"Go to to learn, not to teach!" oder so hieß es doch in einem Beitrag.

In 5 Jahren haben wir das Handwerkszeug (eine Ausbildung und die Erfahrung die wir dort sammeln werden) wirklich die Welt zu verbessern.
Muss ja nciht heißen, das wir noch einmal direkt da hin gehen und Stadtplanung wie es hieß betreiben, kann aber.
Aber selbst von hier aus können wir den unseren Kindern und den Leuten in unserer Umgebung dann wahre Fakten und damit verbunden qualifizierte Ansichten vermitteln und ein solidarischeres Bewusstsein gegenüber Entwicklungsländern initiieren!

Und trotzdem:
Der Artikel hat mich wohl ein wenig ernüchtert, und vielleicht habe ich in der Rechnung am Ende mehr Gewinn davon als die Menschen in Ghana.
Aber das heißt nicht, dass ich nicht mein bestes, soviel Energie wie möglich, investieren kann, um ein wenig zur Verbesserung der Welt wo es nötig ist bei zu tragen.

Denn den guten Willen haben wir und den lassen wir uns nicht nehmen!

La Flèche
 
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Beitragvon Lukas » 21.05.2008, 10:34


Im Kern spricht der Artikel ja ein Problem des weltwärts-Programms an - allerdings ist die Art und Weise wie man das ganze verkauft höchst merkwürdig. Klar gibt es viele "Weißnasen" die nach dem Abitur erstmal raus wollen, sicherlich sind wir erst einmal ungelernte Arbeitskräfte - es gibt aber auch Leute mit abgeschlossener Berufsausbildung unter 28 die (wie ich finde) durchaus eine Qualifikation vorweisen - würde man das erwähnen hätte der Artikel keinen skandalösen Charakter mehr - das heisst es gibt weniger Geld und letztendlich lesen ihn weniger Leute. Schade ist, dass sich Zeitungen wie die Süddeutsche immer mehr dem Niveau einer Bildzeitung oder eines Express annähern. Nur noch Breitseiten - einseitige Beispiele - wenig konkrete Belege - unwichtige Zusatzinformationen die nur auf Atmosphäre abzielen - die Sachlickeit kommt dabei völlig abhanden! Wen interessiert Saschas Meinung über die Nahrungsmittel in Kambodscha im Detail - jeder weiß dass man sich vielleicht in anderen Ländern etwas anders ernährt?! Der Artikel klingt fast vorwurfsvoll - was können wir dafür wenn sich tausende Jugendliche für einen Freiwilligeneinsatz interessieren?? Wenn das kaum einer Täte wären wir auch wieder die Jugend die sich für nichts interessiert oder etwa nicht?! Anstatt sich über ein reges Interesse zu freuen stempelt man uns als Abenteuerlustige Dschungel-Camp möchtegern-helfer ab die sowieso nichts draufhaben - ehrlich gesagt ich habe mich noch nie für irgendwelche Dschungel-Camp Sendungen interessiert! Der Lerneffekt für die Jugendlichen spielt natürlich nur eine Nebenrolle - warum auch sie gehen ja nur auf ein bezahltes Abenteuer....Warum stürzt man sich so auf Kambodscha?? Gibt es keine anderen Entwicklungsländer auf diesem Planeten - zum Beispiel in Lateinamerika oder im französisch - bzw. englischsprachigen Afrika - da gibt es auch nicht so gravierende Sprachprobleme und die Jugendlichen integrieren sich vielleicht hier und da etwas besser - da es ja die Sprachbarriere nicht in dem Maße gibt - zu unspektakulär - wen interessiert das - die Süddeutsche jedenfalls nicht...wäre ja langweilig wenn man schreiben würde dass das Projekt an vielen Stellen auch wunderbar funktioniert...Typisch deutsch auch: Nachher meckern anstatt sich vorher bereits zu beschweren und Ideen einzubringen - im Nachhinein wird das weltwärts Programm kritisiert....man macht es sich einfach die fertige Sache schlecht zu finden anstatt sich vorher mal Gedanken zu machen. Die "nun ist es da und alles ist blöd" Mentalität gibt es also auch bei Zeitungen die sich als seriös verkaufen wollen - lächerlich!! Interessant ist auch dass man ganz nebenbei das Projekt der NGO indirekt in den Dreck zieht - sanfte Tourismusförderung in Preah Rumkel ist also nichts weiter als ein herkarren reicher Touris die ein paar Dollar in dem Kaff lassen - vielleicht schaltet man an dieser Stelle mal Hirn ein und denkt darüber nach dass die Touristen mit der Situation der Entwicklungländer konfrontiert werden sollen und so offener daherkommen wenn es um Entwicklungshilfe und Engagement geht?? Davon hat Florian Töpfl wahrscheinlich noch nie was gehört - stattdessen wird weiter polemisiert mit Bruchstücken aus Interviews (der Artikel ist eh lang genug da kann man auch ruhig das gesamte Interview abdrucken - oder käme dabei etwas positives zum Vorschein??). Anstatt sich nun auf belegbaren Fakten zu konzentrieren behauptet man dass jeden Tag Flugzeuge mit unqualifizierten Arbeitskräften landen - genau- im Westen sind alle unqualifiziert und die Entsendeorganisationen schicken auch niemals Experten, die Projekte koordinieren in Entwicklungsländer. Das ganze gipfelt dann mit der Aussage alle Freiwilligen seien -somehow - pädophil deshalb gibts kein Engagement bei "Friends" mit Kindern. Gehts noch?? Ich muss mir doch nicht vorwerfen lassen pädophil zu sein - abgesehen davon was gibt dem Käseblatt das Recht alle Freiwilligen über einen Kamm zu scheren?? Nun sind auf einmal auch qualifizierte Arbeitskräfte in Entwicklungsländern " Nur besonders qualifizierte Freiwillige für einzelne Projekte beschäftigt Friends weiterhin" - aha ich dachte wir versenden nur Vollidioten?? Von den SUV's vor den Haustüren der NGO's hat Töpfl natürlich eigenhändig die Fahrzeugpapiere kontrolliert damit er diese Annahmen aufstellen kann...Vielleicht können mir ja auch einige die in Sowi Abi geschrieben haben und das Zeug gebüffelt haben bestätigen, dass wir natürlich überhaupt keine Ahnung von den Problemen der Entwicklungsländer haben (bezogen auf den IWF, die Weltbank und vor allem die Kreditvergabe und den Weltmarkt) - vielleicht hat dass der Autor noch nicht gerafft aber manche haben zumindest ansatzweise Verstanden warum der Hase läuft wie er läuft. Theoretisch könnte ich jetzt noch den ganzen Artikel entkräften aber ich muss jetzt arbeiten^^

Also Leute Sex,Drug's und Rock'n'Roll - das ist unser Ziel beim Entwicklungshelfer ;) , oder meinen unsere Freunde von der Süddeutschen irgendwas anderes?? lasst euch nicht unterkriegen von so einem Mist....mir gehts jetzt besser auch wenn ich jetzt ein bisschen viel gespamt habe. Bei manchen Dingen sollte man aufpassen wie man sie verpackt...

lukas

Lukas
 
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Beitragvon micha - cambodia » 23.05.2008, 05:55


Bravo! Ich bin erfreut über euer reges Interesse und Anteilnahme.
Meinen offiziellen Kommentar habe ich nun auf der SZ-Seite gepostet - kann dort eingesehen werden.

Zuletzt geändert von Eischer am 27.05.2008, 04:52, insgesamt 1-mal geändert.
micha - cambodia
 
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Beitragvon La Flèche » 23.05.2008, 14:14


Der letzte Post nach dir ist der Hammer, eine Frechheit!!!!

MUSSTE posten danach, ging nicht anders, hoffe, der blieb sachlich genug.

La Flèche
 
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Beitragvon Finn » 24.05.2008, 18:14


Ich finde den Artikel, gerade da er so schwarz-weiß und polemisch-einseitig ist, ganz hervorragend (natürlich unterstütze ich nicht die Aussage des Textes!).
Mit welcher Absicht dieser Artikel nun auch immer geschrieben worden ist, tritt er eine gewaltige Diskussion in Gange (zumindest unter uns, als direkt Betroffene), die zum Nachdenken anregt. Denn der Fakt, dass man mit dem in uns investierten Geld problemlos für die gleiche Zeit mehrere (!) Familien ernähren könnte, lässt sich nicht wegdiskutieren.
Wie bereits in den Kommentaren geschrieben worden ist:
Engagierte Freiwillige, die fast immer auch in Deutschland ein Netzwerk aufbauen müssen, dem sie über ihre Erfahrungen berichten, sind meiner Meinung nach ein guter Multiplikator für authentische Erfahrungen aus Entwicklungsländern.
So in etwa sehe ich das auch. Ansonsten wurde in den Kommentaren doch schon fast alles gesagt.

Ich glaube, dass es auch niemandem darum geht unseren guten Willen zu enttarnen, sondern nur darum, dass ein guter Wille allein nicht ausreichend ist. Und da die Redakteure der SZ keine Entwicklungshelfer sind und auch nicht vom BMZ bezahlt werden, finde ich es in diesem Fall auch völlig uninteressant wo besagter SZ-Herr nun genächtigt hat. Natürlich zeigt es erneut, wie oberflächlich er sich mit der Thematik befasst hat.

Sehr interessant ist auch der Aspekt der Entwicklungshilfetheorie, die es in diesem Sinne nicht gibt aber vermutlich auch nur schlecht als sog. Leitfaden geben kann.
Da ich nicht von mir auf andere schließen kann: Ich hab zwar auch ne Menge über Entwicklungshilfe und deren Mechanismen (und auch IWF, KFW oder Weltbank [da es bereits angepsrochen wurde]) gelernt und weiß mit Sicherheit mehr als der Ottonormalbürger, dennoch sehe ich mein Wissen im Vergleich zu dem meines Daddys (welcher als Projektreferent tätig ist) als sehr und auch zu gering an. So viel ich mitbekommen hab gibt es außerdem noch einen nicht zu vernachlässigen Unterscheid zwischen Soll- und Ist-Zustand, da es in der Realität halt meistens doch ganz anderes als in der Theorie abläuft.
Da sind dann jedoch die Entsenderorganisationen gefragt, die dieses Know-How nun wirklich haben müssten (bzw. sind wir gefragt nachzufragen, zu fordern).

Ich hoffe (wie auch schon mal in den Kommentaren erwähnt wurde) auch, dass der umgekehrte "Austausch" ebenso finaziert wird und somit stattfinden kann.

Deutsche Enwicklungshilfe sollte außerdem strengstens in NROs und staatliche Hilfe geteilt werden: Das BMZ hat mit unser roten Marie zwar sicherlich an Bedeutung und Stärke gewonnen, stellt aber im Vergleich zum AA (mit welchem es ja bekanntlich irgendwie kooperieren muss) irgendwie doch eher sowas wie ein Feigenblatt dar. Die Entwicklungshilfe hat nur einen Etat von lediglich 0,27 % des BNE, was doch in der Tat sehr wenig ist. Da muss man sich doch fragen, für wie wichtig das BMZ überhaupt gehalten wird und ob es nicht evtl. zu einem großen Teil ein Vorzeigeministerium darstellen soll, nur um den angeblich so guten Willen zu zeigen. Bei sowas denk ich mir dann immer: besser als gar nichts, so kann wenigstens ein bisschen geholfen werden. Aber lächerlich finde ich es nach wie vor.
Schlussendlich sollte nicht vergessen werden, dass auch Entwicklungshilfe (finanziell betrachtet) häufig ein geben und nehmen ist, nur meistens eben etwas zeitverschoben (wenn man Nahrungsmittellieferungen à la USA die mehr schädigen als helfen mal nicht als Entwicklungshilfe ansieht, sondern nur die strukturstärkenden Maßnahmen betrachtet).

Fazit: Ich sehe den freiwilligen Dienst ganz eindeutig nicht als ideell unanfechtbar an, aber um über die Sinnhaftigkeit streiten zu können, sollten doch erst einmal ein paar Jährchen mit dem weltwärts-Freiwilligendienst ins Lande ziehen.

Edit: Der Autor hat in einem Kommentar Stellung bezogen, unbedingt lesenswert! Finde ich stark von ihm (also die Stellungsnahme an sich, nicht den Inhalt im Allgemeinen)

Finn
 
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Beitragvon Lara » 30.05.2008, 03:21


Ein teilweise sehr schockierender als auch lehrreicher Artikel,
zum einen muss man klar betonen dass der Artikel wirklich sehr einseitig ist und nur wenig ausgewogen ist.
Zum anderen alarmiert er aber auch vor der kommenden Gefahr: der sich kommerzialisierenden Entwicklungshilfe - und dies ist unabstreitbar, das Entwicklungshilfe geradezu "hip" ist und dies gilt es zu vermeiden ... besonders wenn ich bedenken dass alles westlichen Länder so etwas Ähnliches einrichten werden wie Deutschland mit weltwärts... dann wären "Helfer" wirklich wie eine Art Seuche ...
auf der einen Seite befürworte ich das jugendliche Engagment - auf der anderen Seite denke ich mir aber eben auch dass das Engagment über den Aufenthalt hinaus anhalten sollte. Ich befürchte halt oft dass sich so einige Freiwillige die irgendwo im nirgendwo für ein Jahr leben sich dann wieder wahnsinnig auf ihr kuschliges Daheim freuen mit weichem Bett, Toilette, feinem Gourmet-Essen etc. und sich über ihren Aufenthalt hinaus nur wenn engagieren ...
Ich hoffe halt dass Weltwärts die Jugendliche so tiefgreifend verändert, dass das "Mutter-Theresa-Syndrom" auch noch in Deutschland anhält und sich die Menschen bewusst werden dass auch gerade oft wir "Westler" an dem vielen Leid auf der Welt Schuld sind und wir genauso viel hier in unserer wunderschönen Plastikwelt für die südlichen Länder tun können ...

In diesem Sinne
Liebe Grüße

Lara

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Beitragvon marlen » 11.06.2008, 11:14


auch wenn es i.m. scheint, das bei diesem thema die luft raus ist, möchte ich doch noch meinen kommentar dazugeben:

florian t. ist journalist geworden, bush pärsident, goethe autor(...) und wir am anfnag unsere Karierre gehen in ein entwicklungsland. das tun wir nicht, weil wir dazu gezwungen wurden, sondern weil wir es wollen, die gründe mögen ganz unterschiedlich sein.
genauso ist florian t. journalist geworden, weil er wahrscheinlich, wie wir auch, seinen intressen nachgegangen ist und festgestellt hat, dass ihm diese tätigkeit am bessten gefällt!
Natürlich steckt in jeder tätigkeit eigenintresse, das war bei bush und goehte so und ist bei florian und uns genauso. - Wäre doch schlimm wenn uns diese freiheit (unseren intressen zu folgen) genommen wird - oder?!
das ein jornalist von information erfährt, die wir nie erhalten werden, ist ein vorteil, welche absicht f.t. als jounalist verfolgt, weiß nur er. - um der gesellschaft die welt zu erklären / diese über wichtige "dinge" zu informieren???? - vielleicht! aber auch das geschieht nicht ohne eigennutz.
Warum ich in ein Entwicklungsland gehe? - um meinen kleinen Beitrag zu leisten, denn Menschen mit meinen zur verfügungstehenden mitteln zu helfen. das man hierbei erfahrungen für sich selbst sammelt, die für das ganze leben pärgend sein können, ist wohl kaum auszuschließen.
neigennutz entsteht aber in jeder tätigkeit, die der einzelne innerhalb einer Gesellschaft ausübt- egal was man tut!
Auch Florian wir eine menge gelernt haben, als er an diesem Artikel gearbeitet hat.- menschen lernen halt nie aus - auch schade, wenn es nicht so wäre!
(die frage, warum gerade ER nach Kambodscha gegangen ist, will ich aus dieser sichtweise gar nicht erst erläutern - ich schätze nicht, dass er sich geweigert hat).

ich glaube die positionen sind deutlich.
über details kann man streiten, z.b. die geldfrage, die in seinem artikel angesprochen wurde - aber dies liegt nicht in unseren händen, sondern nur wie wir damit umgehen.
verbesserungen gibt es immer und überall - ansonsten wäre es auch zu einfach!

ich möchte hiermit beim besten willen nicht, die klischees einer ellenbogengesellschaft unterstützen, vielmehr ist doch zu erwähnen, das ein Geben und Neben selbstverständlich ist!

lg
marlen

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Beitragvon La Flèche » 11.06.2008, 22:46


Hey Marlen!
Das ist ja auch der Punkt, an dem wir Freiwillige uns stoßen:
Wir werden da nicht viel helfen können.
Wenn ich Leuten beschreibe, was ich nach dem Abi mache, nenne ich das mitlerweile immer "sowas wie ein Praktikum als Entwicklungshelfer".
Wil wir ja halt keine Entwicklungshilfe leisten, sondern nur, wie man sie aussieht und evtl wie man sie macht.

Gruß, Sebastian

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Beitragvon saskia » 12.06.2008, 07:43


Hallo, ich denke auch das in diesem Jahr in dem wir im Entwicklungsland sind, zum größtenteil wir Freiwilligen profitieren. Erst wenn wir wieder kommen und das erlebte usw. weitergeben, erst dann können wir etwas erreichen.... man kann sich ewig lang über dieses Thema auslassen doch ich lass jetzt erstmal alles auf mich zukommen und dann sieht man weiter.
Lg Saskia

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Beitragvon Thompson_Hunter » 18.04.2009, 14:17


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Zuletzt geändert von Thompson_Hunter am 07.11.2010, 18:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Lukas » 18.04.2009, 21:50


naja ich denke nicht dass du dich deswegen schlecht fuehlen musst. Das Projekt ist noch in seiner Pilotphase und wenn am Ende die Kritik ueberwiegen wird schafft man es halt wieder ab. Wer nich wagt der nicht gewinnt - ausserdem lernen die Leute (nach meiner Erfahrung) auch von dir. Ein Entwicklungshelfer lebt ausserdem auch nicht in Armut!!
Nebenbei war die deutsche Presse schon immer sehr begabt darin sich hinterher zu beschweren - hat schon nen Hang zum Noergeln!

Lukas
 
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