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Fotoapperat, Kamera......

Alles worüber man etwas loswerden möchte ;)

Beitragvon celestine » 02.03.2008, 14:26


Hi ihr,
hoffe euch geht es gut!
Bei vielen naht ja jetzt die Ausreise, wenn sie nicht schon weg sind.
Wolte mal wissen wie ihr das mit Fotos macht... nehmt ihr ne billige Kamera mit,
ne teure, digital oder analog, oder vielleicht zwei eine kleine und eine große???
Ich weiß nähmlich garnicht wie ich das machen soll und alle sagen was anderes!
LG Von célle

celestine
 
Beiträge: 3

Beitragvon micha - cambodia » 03.03.2008, 13:42


live aus cambodia:
hab meine digitalkamera und analoge mit. bisher hab ich nur die digicam genutzt, weil ich einfach noch keine zeit hatte mich um filme und deren entwicklung zu kümmern. ist hier aber möglich (phnom penh), allerdings weiß ich nicht wie es auf dem land aussieht. wohl eher nicht.
hab zusätzlich noch mein notebook mit, wo ich dann immer meine bilder drauf speichern kann. auch möglich wäre eine externe festplatte.
ob es allerdings sinnvoll war den laptop mitzunehmen, weiß ich noch nicht... in phnom penh kann ich´s gebrauchen, in der provinz ist es nur zusätzlicher balast, außerdem gibts dort eh nur stundenweiße strom...
hingegen, wenn du analog fotografierst, hast du das problem mit den filmen... was machst du mit den bildern - wohin damit, denn sicher wirds nicht bei einem oder zwei filmen bleiben...
so long...

micha - cambodia
 
Beiträge: 42
Wohnort: Phnom Penh

Beitragvon Jhonny_B » 20.04.2008, 08:46


Erfahrungen aus Malawi:
Ich habe meine Digicam dabei und bin ganz froh drüber ...habe bereits an die 600 fotos gemacht und ich glaube das wäre ein bischen teuet mit einer analogen. Man muss halt nur aufpassen auf die Camera und sie villeicht mal nicht in jeder situation zücken ansonsten ist sie schneller weg als man es für möglich hält.
Meinen Laptop habe ich auch mit. Habe auch mit Stromausfällen zu kämpfen aber bin trotzdem Froh das ch ihn dabei habe weil es ein ungalubliches unterhaltungsmedium ist´. Leben in Malawi eher auf dem Lande und habe da abends nichts mehr zu tun.
Einziges Problem in Malawi ist die Stromversorgung so schlecht du machst dir unter garantie deinen Akku des laptop kaputt. Also ich habe nur digi cam dabei und bin froh drüber.

Jhonny_B
 
Beiträge: 21
Wohnort: Malawi - Dedza

Beitragvon Birte » 07.05.2008, 17:07


Hallo Micha,
du bist schon in Phnom Penh? Wie lange bleibst du dort und wo arbeitest du? Ich komme im August auch in die kambodschanische Hauptstadt. Wie lebt es sich dort?
Liebe grüße, Birte

Birte
 
Beiträge: 16

Beitragvon stephan » 08.05.2008, 20:50


Ich plane mir noch eine digitale Spiegelreflexkamera zu kaufen. In der Namib-Wüste soll die Landschaft wunderschön sein (was ich von den jetzigen Bildern, die ich kenne, nachvollziehen kann). Ich bin selbst begeisterter Fotograf und möchte möglichst viele Erinnerungen auch in bildform wieder mit nach Hause bringen. Ich denke, dass wenn ich's nicht tue, ich mich im Endeffekt nur ärgern würde.

stephan
 
Beiträge: 7

Beitragvon leonielöwenherz » 22.05.2008, 16:42


hey Jonny,
ich bin leider echt nicht so technikbewandert, warum macht man sich da den akku vom laptop kaputt? kann man da nich so n adapter oder sowas kaufen? hm das mit der kamera ist so ne sache, also ich hab mir das so überlegt, ich nehme wenn ich in der stadt bin, bin in bolivien, dann nehm ich meine analoge, weil mir des da echt zu gefährlich ist, aber wenn ich mir was in einer größeren gruppe anschaue oder so, dann nehm ich meine digi, mal schauen wie das so klappt...

leonielöwenherz
 
Beiträge: 16

Beitragvon MisterMax » 23.05.2008, 16:39


Ich war letztes Jahr sechs Wochen auf Sansibar - und hatte beides: Analog und Digital - jeweils Kompaktkameras.
Beide haben natürlich ihre Vor- und Nachteile.

Digital:
wenn man keinen oder nur unregelmäßig Strom zur Verfügung hat, dann ist man da echt aufgeschmissen. Auch gute Akkus wollen geladen werden,
Speicherkarten muss man hin und wieder entleeren.

Vorteile sind offensichtlich: man hat nicht diese unmengen an Negativen, die entwickelt werden wollen oder einen riesen Stapel Abzüge, die man nach Hause mitnehemen muss. Man kann bei vorhandenem Internet vllt auch mal ein Bild per Mail nach Hause schicken usw.


Analoge Kameras (und vor allem das Zubehör) verlieren zur Zeit immer mehr ihren Wert. Dementsprechend eher günstige Kaufpreise, Objektive OHNE Autofokus
kann man für 'n Appel und 'n Ei bei Ihh-Bäh ersteigern. Die Batterien halten Ewigkeiten. Filme bekommt man erfahrungsgemäß überall dort, wo es Touris gibt.
Und, wer höhere Ansprüche an die Fotos hat: mehr Schärfenverlauf möglich uvm. (wenn man sich den Luxus einer Spiegelreflex geleistet hat :] )

Dafür hat man hier natürlich das Problem: wo Filme entwickeln lassen... wie in größeren Mengen transportieren? Keinen "Weißabgleich" (Abstimmung der Farben im Bild auf die jeweilige Lichquelle).

Wie teuer die Kamera sein sollte, ist natürlich von der Sicherheitslage und dem eigenen "Bedarf" nach Fotos abhängig. Generell ist es nicht schlecht, zwei dabei zu haben: eine "richtige" und eine "olle Knipskiste", die man immer dann mitnimmt, wenn man nicht sicher sein kann, das nix passiert und um die es nicht allzuschade wäre, wenn man sie unfreiwillig abgegeben hat. Ich selber hab so auch schon eine Kamera verloren. Sonst wäre so etwas vllt auch ein Abschiedsgeschenk für mögliche Gastgeber/Projektpartner.


Herzliche Grüße von mir
Max

MisterMax
 
Beiträge: 9

Beitragvon leonielöwenherz » 24.05.2008, 19:03


hey max, erzähl mal, wie wurdest du denn deine Kamera unfreiwillig los? auf der straße oder wie war das?

leonielöwenherz
 
Beiträge: 16

Beitragvon MisterMax » 24.05.2008, 21:08


Das ist in Dar es Salaam passiert. Nach dem unser Projekt auf Sansibar abgeschlossen war, hatten wir noch zwei Wochen Urlaub bis zum Rückflug.
Meine Reisekasse war recht knapp, deshalb bin ich im Gegensatz zu den anderen noch ein Woche länger auf Sansibar geblieben - eine Entscheidung, die ich bis heute nicht bereue. Die anderen sind quer durch das Land gereist: Moshi und die die Berge im Norden des Landes, Mwanza usw.
Danach wollten wir uns alle in Dar es Salaam treffen um gemeinsam nach Bagamoyo zu fahren und am Strand die Seele baumeln lassen.
Ich hatte einen Tag in Dar es Salaam zu überbrücken. Ich wollte mir die Stadt ansehen. Erstmal sollte man es sein lassen, aufgegablete Taxifahrer als Touristenführer zu angergieren - da kommt nicht viel bei rum. Am Ende hab ich ihm ihm gesagt, er solle mich bei einem Strand rauslassen, weil ich mit dem verbleibenden Nachmittag echt nix anzufangen wusste.
Also war ich am "CoconutBeach" in dar es Salaam. Ich hatte meinen Sonnenhut, meine Kamera, einen Rucksack mit Strandsachen und ner Wasserflache und Geld, das weniger Wert war als das Portmonaie, in dem es steckte - gerade mal genug für ein Mittagessen und die DallahDallah-Fahrt zum Hotel.
Als ich dann halt am Strand und an den Klippen rumgeschlendert bin, standen da halt zwei Typen. Nicht zu unterscheiden von dem Publikum, was da halt sonst noch rumrennt.
Ich bin schon fast an ihnen vorbeigelaufen, da packt einer von den beiden meinen Arm ruft "Ey, Rafiki" (Freund), schmeißt mich irgendwie zu Boden. "Give Money, give Money" Ich war in dem Moment auch so perplex, dass ich mich hätte sowieso nicht wehren können. Abgesehen davon, dass beide von den mindestens doppelt so kräftig waren wie ich. Der, der mich gepackt hat, hält mich auch weiterhin fest, der andere reißt mir den Rucksack und die Kamera (die ich in einer Gürteltasche hatte) ab, zieht mir die Geldbörse aus der Tasche. Lädt sich alles auf die Arme und beide machen sich aus dem Staub. Der, der mich festgehalten hat, dreht sich nach zehn Metern noch mal um, komt zurück und nimmt meinen Hut, der neben mir lag, auch noch mit. Wenn da nicht langsam der Gedanke "Schit, du bist grad überfallen worden" langsam in mir hochkam, hätte ich das villeicht sogar noch witzig gefunden.

Nungut.... ich hab mich dann irgendwie sortiert, mach mch wieder auf den Rückweg. Ich laufe keine 20 Meter, kamen mir einige Straßenhändler entgegen. Einer konnte ein paar Fetzen Englisch "Ey, where your pack? Where is?" Ich machte ihnen klar, was gerade passiert war. "What direction?" Die wollten denen ernsthaft hinterher. Die Diebe haben sowieso das am Geldwert gemessen wertvollste, was ich an dem Tag bei mir führte sowieso verkannt: Meine Stiefel.

Wir versuchten also, die Typen nochmal aufzuspüren, joggten übe die schroffen Klippen, schauten in jede Höhle rein, verfolgten sogar Fußspuren, die irgendjemand unterhalb der Felsen in der Ebbe hinterlassen hat. Verdammt, in welchen Abenteuer bin ich hier gelandet? Kneift mich mal!
Jedenfalls hab ich dann noch eine Weile mit den Straßenhändlern (die ernshaft besorgt um mich waren) noch eine Weile am zusammengesessen. Sie boten mir auchb etwas von ihrem Mittagessen an (was nach all der Aufregung keine schlechte Idee war).
Nach einer Weile hab ich dann ein Taxi angehalten und den Taxifahrer überredet, dass er mich für 5000 Shilingi ins Hotel fährt. Das Geld hab ich ihm dann im Hotel gegeben.

Ich hab aus den Ereignissen an diesem Tag zwei Lehren gezogen. Die erste ist naheliegend: das nächste Mal etwas vorsichtiger zu sein, besonders, wenn man alleine unterwegs ist.
Die zweite ist, dass in Afrika zwei Gesichter direkt nebeneinander existieren können. Das ewig lächelnde. Ihr werdet von der Gastfreundschaft der Menschen überrascht sein! Und das Harte. Und ich bin verdammt noch mal recht glimpflich aus der Sache rausgekommen: ich war abends im Hotel, hatte nur einen Kratzer abbekommen (den ich auch nach Stunden bemerkt und erst für einen Sonnenbrand gehalten habe), und alle wirklich wichtigen Sachen lagen warm sicher und trocken im Zimmer. Und alle anderen Sachen ließen sich für ein paar Euros dann in Deutschland nachkaufen. Aber ich glaube, die Erfahrung wars Wert!


Huh, doch ne Menge Text geworden xD

MisterMax
 
Beiträge: 9