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ADiA Stelle selber suchen

Lob, Anregungen, Kritiken und Verbesserungsvorschläge

Beitragvon Heiner » 03.08.2008, 20:59


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*
* Eigene Stelle anerkennen lassen:
* http://www.fsj-adia.de/eigenes-projekt.html

*
**************

Ab und zu werde ich gefragt, ob es nicht irgendwo Informationsmaterial gibt, wie man sich eine ADiA Stelle selber Organisieren kann und diese von einem Tragerverein anerkennen lassen kann.

Wenn fuer dieses Thema ein generelles Interesse besteht, wuerde ich einmal ein bischen Recherchearbeit Investieren und ein paar Zeilen dazu schreiben.

Also, besteht dazu Interesse?

Zuletzt geändert von Heiner am 15.12.2008, 14:01, insgesamt 1-mal geändert.
Heiner
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Beiträge: 1224

Beitragvon andreas » 06.08.2008, 13:08


würde mich sehr darüber freune wenn das gehen würde...

andreas
 

Beitragvon Luke » 08.09.2008, 23:05


Oh ja das wäre super! Gerade das habe ich nämlich vor. Allerdings habe ich noch keine richtige Ahnung was da auf mich zukommt.

Luke
 

Beitragvon Albin Gospos » 31.10.2008, 14:38


wie wäre es damit ?!?

meine Standardemail zur Eigenorganisation einer Stelle (bei uns)

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Version (Letztes update)
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V1.4 - 31.10.2008 (Beschreibung von Projektvorschlägen)
Wie würde das ganze funktionieren, wie ist der Ablauf?
* Teil1...
* Bewerbung bei World-Horizon (obligatorisch)
* Persönliches Treffen oder Telefonat mit World-Horizon findet statt
* Suche einer geeigneten Projektstelle (durch den Bewerber)
* Ausführliche Projektbeschreibung wird erstellt (durch den Bewerber)
* Ein persönliches Treffen bei World-Horizon findet statt
* Teil2...
* Projektantrag beim Bundesministerium (durch World-Horizon)
* Vorbereitung zum Auslandsaufenthalt (durch den Bewerber und World-Horizon)

Wie viel Zeit sollte eingeplant werden?
Grob kann man mit drei Zeitfenstern rechen:
1. Suche der Projektstelle (im Regelfall einige Wochen).
2. Ausarbeitung der Projektbeschreibung und Ausarbeitung der Projektdetails (1 bis 3 Monate)
3. Anerkennung durch das Bundesamt und Vorbereitung zum Auslandsaufenthalt (3 bis 6 Monate)
Je früher das gewünschte Abflugdatum ist, desto intensiver muss die Arbeit sein, die bis zur Anerkennung der Projektstelle nötig ist. Bei einer durchschnittlichen Belastung (neben Schule/Studium/Beruf) sollte man min. 6 (im Regelfall 6-9 Monate) bis zur Projektanerkennung einrechnen, sofern man durchgängig arbeiten kann (bspw. ohne längere Unterbrechung durch Prüfungen etc.). Von der Gesamtzeit entfallen je nach Land, Region politischer Situation etc min. 4 Monate auf die Anerkennung (eine gute Eignung der Projektstelle und den fertigen Projektbericht vorausgesetzt).

Welche Voraussetzungen muss die Projektstelle bzw. das Projekt erfüllen?
* Es sollte sich um eine gemeinnützige (Non-Profit) Organisation handeln
* im Regelfall wird alles, was in Deutschland als Zivildienst anerkannt wird, auch würde auch als ADiA anerkannt wird, dies wäre aber im Zweifelsfall zu prüfen.
* Natürlich die Bereitschaft Euch für ein Jahr als Freiwilligen "zu nehmen"
* Die Bereitschaft beim Projektantrag mit Informationsweitergabe und Prüfung behilflich zu sein, sowie im weitern Verlauf Euch ggf. bei der Suche nach Unterkunft etc. zu unterstützen.
* Organisatorische Aufgaben wie Visa oder ähnliches werden hauptsächlich von World-Horizon organisiert, hier muss die Projektstelle jedoch ggf. unterstützend aktiv werden.
* Die Bereitschaft das Programm auch in den Folgejahren mit neuen Freiwilligen durchzuführen (ein erfolgreicher Ablauf im Ersten vorausgesetzt)
* Abweichungen sind möglich allerdings wird dadurch der Projektantrag möglicherweise schwieriger und benötigt einen längeren Zeitraum.

Wie wird die Finanzierung geregelt?
* Die regulären Projektkosten fallen an. Im Normalfall können hierdurch alle zur Vorbereitung und im Ausland entstehenden Kosten abgedeckt werden. Aktueller Projektbeitrag für die USA (08-09) ist ca. 3100 Euro. Bei Entwicklungsländern ist im Regelfall von höheren Kosten auszugehen. Bei europäischen Ländern ggf. geringere Kosten. Die relevanten Kostenpunkte (kalkulatorische Werte) hierbei sind:
Flug (ca 1000 Euro für die USA während der Hochsaison)
Visa (ca 100 Euro für die USA)
Versicherung (ca. 600 Euro für die USA)
* Durch wen werden diese Kosten getragen?
Die Projektkosten werden vom Träger getragen was wiederum über Spenden finanziert wird, die maßgeblich durch den Spenderkreis des Teilnehmers aufgebracht werden. Leider werden weder vom Bundesamt noch vom Bundesministerium Kosten übernommen. Bezüglich Spenden oder Kostenbeteiligungen anderer Organisationen oder Firmen, würden wir Sie bei den notwendigen Schritten selbstverständlich unterstützen.
* Trägt die Projektstelle im Ausland auch einen Anteil der Kosten?
Die Projektpartnerorganisation im Ausland stellt im Regelfall Verpflegung und Unterkunft und bzw. helfen bei der Organisation und Vorbereitung. Darüber hinausgehende finanzielle Leistungen sind "Verhandlungssache" mit der Projektstelle, generell sollte man aber nicht zu früh mit zu vielen Forderungen gegenüber der Projektstelle aufwarten.
* Wenn sich die Projektstelle bereiterklärt auch ein Taschengeld zu zahlen, wieviel kann/sollte dies sein?
Für die USA gilt als Richtwert: Generell orientieren kann man sich an $2,50 pro Stunde (was legal problemlos möglich ist), das waeren dann bei 8 Stunden $20 pro Tag, demnach 100 pro Woche. Eine häufige alternative Regelung ist $600 pro Monat.
* Wenn die Projektstelle nicht für Verpflegung und Unterkunft aufkommen kann, muss ich dies dann selber bezahlten?
ja und nein, bisher hatten wir keine Projektstelle, wo nicht auch zumindest eine Gastfamilie gefunden wurde, welche die Unterkunft übernimmt. Wenn dies allerdings nicht möglich ist, müssten diese Kosten noch zusätzlich aufgebracht werden, sie sind nicht in den regulären Projektkosten einkalkuliert.
* Ich habe von "Weltwärts" gehört - wäre auf diesem Weg eine finanzielle Unterstützung möglich?
Da World-Horizon noch nicht als Träger für das Weltwärtsprogramm anerkannt wurde, steht das Weltwärtsprogramm für die Stellen bei World-Horizon noch nicht zur Verfügung. Es ist geplant die Anerkennung in Zukunft zu beantragen, sobald eine ausreichend große Projektgruppe gebildet wurde. Freiwillige, die sich für Ihre eigene Projektstelle gerne dieser Gruppe anschließen möchten, können sich diesbezüglich gerne bewerben.
* Das FSJ wird doch vom Bund unterstützt - wäre auf diesem Weg eine finanzielle Unterstützung möglich?
Hierbei verhält es sich wie beim beim Weltwärtsprogramm (siehe oben). Auch hier können sich Freiwillige, die sich für Ihre eigene Projektstelle gerne der Projektgruppe anschließen möchten, diesbezüglich gerne bewerben.

* Welche Eignung muss man als Freiwilliger haben um eine Projektstelle zu finden?
- Fähigkeit Organisationen zu kontaktieren und sich und die eigene Idee vorzustellen
- Diszipliniertes Arbeitsverhalten (sofern es zeitliche Restriktionen gibt)
- Möglichst realistische Selbsteinschätzung (besonders in negativen Aspekten)
- Flexibilität und Krativität (selten können Ideen 1 zu 1 in konkrete Pläne umgesetzt werden)

* Kann ich auch ohne Sprachkenntnisse ins Ausland?
Bei den vorhandenen Projektstellen sind leider grundsätzliche Sprachkenntnisse möglich, diese können jedoch auch in einem Sprachkurs vor dem Freiwilligendienst angeeignet werden, zwar können wir nicht bei der Finanzierung jedoch bei der Organisation behilflich sein.

* Können besondere Umstände berücksichtigt werden, wie beispielsweise den Dienst zu zweit zu absolvieren?
Wie der Dienst im Detail aussieht hängt hauptsächlich von der Absprache mit der Projektstelle ab, solange die ggf. vorhandenen Richtlinien für die jeweilige Dienstart beachtet werden.

* Wo sollte man anfangen, wenn man außer dem Land noch keine Idee für eine Projektstelle hat?
- Persönliche Kontakte (direkt und im Bekanntenkreis) im Ausland ausfindig machen, die eine Projektstelle ausfindig machen und nach Möglichkeit auch bei Projektbeschreibung helfen können.
- Kontaktadressen von Non-Profit Organisationen übers Internet oder über eine Anfrage bei der Stadt-/Regionsverwaltung finden.

* Was sollte die Bewerbung an World-Horizon beinhalten?
- Alle notwendigen Dokumente, um ein ausreichendes Bild von sich selber zu vermitteln
- Einen persönlichen Zeitplan für die anfallenden Tätigkeiten bis zum Abflug einfügen
- Etwaige Ideen oder konkrete Pläne und Kontakte zu Projektstellen angeben

* Wie stehen die Chancen für einen eigenen Projektantrag?
Im Regelfall sind die Chancen einen Auslandsaufenthalt mit einem Eigenen Projekt sehr viel höher als über die Bewerbung für
- die größte Hürde, einer unter vielen Bewerbern für eine bestimmte Stelle zu sein, ist ausgeschlossen
- die Fähigkeit eine eigene Stelle zu organisieren, reicht im Normalfall aus, um den Auswahlprozess zu bestehen
- Auch wenn es zunächst so scheinen mag, eine Projektstelle zu finden erweist in der praktischen Anwendung als nicht sehr schwierig. Entscheidend ist, wie engagiert und flexibel man hierbei ist.

* Was sollte als nächster Schritt folgen?
- Es sollte überlegt werden, ob man es auf sich nehmen möchte "eigenen" Projektantrag zu stellen
- Bewerbung und Projektvorschläge (sofern vorhanden) sollten eingeschickt werden. Siehe auch folgende FAQ "Wie sollte ein erster Projektvorschlag aussehen?"

* Wie sollte ein erster Projektvorschlag aussehen?
Der Projektvorschlag sollte die Kontaktadresse zur Organisation im Ausland sowie eine kurze Beschreibung dieser enthalten. Wichtig sind besonders Dienste, welche die zukünftige Projektstelle "Bedürftigen" (von bedürftigen Personen bis hin zur "bedürftigen Flora und Fauna") zur Verfügung stellt. Auch kann man sich im Vorfeld schon Gedanken zur Unterbringung machen, sollte aber bei Problemen die Projektstelle nicht gleich "aufgeben", da solche Fälle erst mit dem weitergehend Informationsaustausch angesprochen werden. Der Umfang des Projektvorschlags sollte 1/2 - 1 Seite (pro Projekstelle) nicht überschreiten.

* Wird das Treffen in Hamburg erfolgen?
Grundsätzlich ja, Vorabtelefonate wären allerdings durchaus möglich, damit sich der langer Fahrtweg tatsächlich Lohnt, dies wäre sogar sehr in unserem Sinne . Sollte ein Treffen mit mehreren Freiwilligen organisiert werden können, kann das Treffen auch in der Nähe der Freiwilligen stattfinden.

Versionshistorie (alte Versionen)
V1.3 - 06.10.2008 (Zusatzinformationen bezüglich Taschengeld)
V1.2 - 23.09.2008 (Diverse kleinere Updates)
V1.1 - 19.08.2008 (Ergänzungen im zeitlichen Ablauf und Finanzierung)
V1.0 - 31.06.2008 (Erste Ausarbeitung)
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Albin Gospos
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Beitragvon Albin Gospos » 15.12.2008, 13:59


es fehlt ?gens das "n" in der ?erschrift :)

Albin Gospos
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Beitragvon Heiner » 15.12.2008, 14:01


danke für den Hinweis ;)

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Beitragvon JHWH » 26.01.2009, 14:55


Gibt es denn neben World Horizon noch andere Vereine, die gerne bei der Anerkennung neuer Stellen behilflich sind?

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Beitragvon Albin Gospos » 02.02.2009, 07:41


soweit ich weiß, wenig-keine.

Einen Thread diesbezüglich gibt es bereits:
http://www.fsj-adia.de/forum/selber_pro ... -t270.html

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Beitragvon pjok » 05.01.2010, 14:49


hallo,
ich würde gerne ein eigenes Projekt anerkennen lassen, habe aber bislang noch nicht genau rausgefunden, wie man das macht. Bei mir besteht also durchaus das interesse etwas dazu lesen zu können

pjok
 

Beitragvon Heiner » 05.01.2010, 15:36


Prinzipiell suchst du dir einfach eine Stelle in einem Land deiner Wahl, bewirbst dich dort als Freiwilliger und regelst und kümmerst dich um Unterkunft & Co.

Danach (davor oder mittendrin) schreibst du uns eine Email mit einer möglichst genauen Projektbeschreibung und wir suchen jemanden für dich raus, der dieses Projekt anerkennen lassen kann.

http://www.fsj-adia.de/eigenes-projekt.html

---CLOSED---

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