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Erfahrungsbericht - Mosambik

Autor: Cecile
Projekt: Kinderheim
Träger: ICJA Freiwilligenaustausch weltweit e.V.



Mir geht es unglaublich gut und ich fühle mich wunderbar. Es ist der Wahnsinn hier. Ganz realisiert habe ich es immer noch nicht. Der Flug war gut, komfortable Airline. Hab schöne Dvd geschaut und dann die ganze Zeit geschlafen, herrlich. Dann früh morgens der erste Eindruck von Afrika: ein rot leuchtender Horizont, darüber ein Farbenspiel in allen möglichen Nuancen und dann die gleißend rote Sonne. Und dazu die Erde: der schwarze Kontinent. Rote Wüste, schwarze Wälder, durchzogen von Flussläufen. Herrlich! So ging das den halben Flug lang. Dann waren wir um 7 h in Johannesburg, eisig kalt, 3 Grad bei der Ankunft morgens um 6 (!!!!). Hab gedacht, die wollen mich verarschen. Aber dann hab ich erfahren, dass Johannesburg brutal hoch liegt (1700m) und außerdem ist nun mal Winter. Gott sei Dank, kam es dann aber besser. Nach dem kurzen schönen Flug nach Maputo mit netten Afrikanern, die mir die Stadt von oben erklärt haben, sind wir auf dem Flughafen der Hauptstadt gelandet: ein kleiner Betonplatz, umgeben von Palmen und Sonne und ein Flughafengebäude, das wie ein Wohnzimmer gestaltet war. Überall schöne chillige Musik- das ist Mozambique!! Wir wurden abgeholt und sind mit einem wackeligen Taxi durch die Vororte gefahren. Und was man da gesehen hat, erinnert an all die Bilder, die man "gewohnt" ist. Müll, überall Müllhalden, auf denen die zerlumpten Kinder rumkraxeln und Essbares suchen. Lehm- und Wellblechhütten, vor denen Frauen mit Schüsseln auf dem Kopf und Kindern um den Bauch balancieren. Wir selber wohnen auch, jetzt noch für 8 Tage in solch einer Lehmhütte, ist leider nur duschen mit Eimer drin, aber geht erstaunlich gut. (Gestern haben wir auch die Wäsche selber gewaschen, mit so nem richtigen Waschbrett, man muss sich die Finger wund reiben, damit der Dreck rausgeht.) Die Hütte liegt in einem etwas ruhigeren Vorort, huckelige Sandstraßen und Papayabaubäume überall. Dort sind wir natürlich voll die Attraktion. Die Hütte gehört einer alten Frau (siehe Bild), die sie uns gewährt und wir wohnen dort mit zwei afrikanischen Mädchen, die so alt sind wie wir, vom ICJA-Office. Sie kochen für uns und betreuen uns.Tagsüber kommen dann immer noch unzählige andere Mitglieder vom Office, die mit uns Cultural Clash nachspielen und Portugiesisch-Sprachkurse geben. Gestern waren wir an der Reihe und mussten Fotos zeigen und von unseren Dingen erzählen. Der Taiwanese war sehr interessant. Das passierte alles auf Englisch. Wir sind nämlich viele Exchangees. Neben den zwei deutschen Mädels und den zwei Jungs, die ich schon kannte, noch ein deutscher Zivi aus Lübeck, ein Junge aus Taiwan (er hat meinen Namen in Mandarin geschrieben!!) Und ein crazy Lebenskünstler, der Mal in Hongkong, Mal in England, Mal in Amerika studiert (Psychologie und Soziologie. Wir acht haben eine super lustige Zeit in dem Häuschen, lernen zusammen, spielen Karten... wir Mädels helfen den zwei Afrikanerinnen dann immer beim kochen, wird von uns erwartet, aber ist auch okay so, denn interessant!!!! Draußen sind drei Kochstellen und da hantiert man dann mit Blechkrügen und riesen Kochlöffeln, richtig ursprünglich und unglaublich lecker. Bis auf den Haferschleim heute morgen. Aber sonst haben die auch Peanut-Butter und Marmelade. Sie kochen noch relativ "gewohnt" für uns, Reis und Gemüse, also etwas richtig Komisches, das ich noch nie gesehen habe, gab es noch nicht. Das kommt dann in den Gastfamilien, aber ist gut so, dann gewöhnt sich der Körper langsam daran. Schlafe mit den zwei anderen Mädels in einem kleinen Kabuff, das Moskitonetz stresst, Schlaf jetzt ohne. Sind eh noch nicht so viele Mücken da. Ist ja auch noch relativ kalt hier, so 20 Grad. Das geht aber nur noch zwei Wochen so und dann springt es auf 40 grad und bleibt bis Februar so. Muss das also noch genießen, auch wenn ich mich anfangs im Pulli fehl am Platz gefühlt habe.

Gestern haben wir unsere Projekte erfahren. Und ich bin bei meiner Erstwahl!!!! Juchuhhh!! So happy darüber. Das Waisenhaus mit Kindern von 0 bis 12 Jahren. Morgen gehe ich mit einer Betreuerin dorthin und schaue es mir an.

Eure Cecile

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