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Erfahrungsbericht - Honduras

Autor: Jana
Projekt: Strassenkinder
Träger: ICJA Freiwilligenaustausch weltweit e.V.



Buenas Noches ihr Lieben!

Ich befinde mich gerade mal wieder in einem schon beinah Dauer-Zustand: warten! Es ist nun 21:15, um 8 sollte ich abgeholt werden. Mit der Person, die mich abholt, habe ich 10 Minuten vor 8 noch geredet, und alles war klar. jetzt ist es doch echt ueber 1 Stunde spaeter und ich schlaf gleich ein. Gerade kam eine Sms: "sind noch schnell einen Kaffee trinken..." - kein Kommentar dazu, ausser: typisch honduranisch und manchmal kann es einfach tierisch nerven!
Aber ansonsten geht es mir wirklich sehr sehr gut! Die letzte Woche war mal wieder aufregend....
...
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wurde dann gestern, welch ein Wunder, dann doch noch abgeholt. Jetzt schreibe ich mal ein bisschen weiter!

Ich habe am Freitag, 23.9. in meinen Geburtstag reingefeiert und zwar in einer wunderschoenen Bar in einem kleinen Dorf mit dem Namen "Santa Lucia". Dort war beinahe Wohnzimmer -Atmosphaere, die Getraenke hat man sich direkt in der Kueche abgeholt und sowieso sah eigentlich die ganze Bar eher wie ein privates Wohnzimmer aus. Total genial eingerichtet - mit ganz vielen Pflanzen und man sass auf dem Boden auf so kleinen Kissen. Die Waende waren im Jaguarmuster angemalt (name der Bar: Casa del Jaguar oder so aehnlich...) und alles ganz urig. Draussen im Garten gab es ein Lagerfeuer und man trank selbstgemachten Likoer in allen moeglichen Geschmacksrichtungen. Ein wunderschoener Platz und bis jetzt die schoenste Bar, die ich hier kennengelernt habe.

Dort waren dann eigentlich auch alle Leute, die man so kennt - vom ICYE und honduranische Freunde. War ein super schoener Abend.

Am Samstag war es dann erst relativ komisch. Es war keiner zu Hause und so richtig wusste ich auch nicht, was ich am Abend machen wollte. Also habe ich alleine gefruehstueckt und ausserdem drei Anrufe aus Deutschland erhalten, worueber ich mich sehr gefreut habe. Aber sonst habe ich nur rumgehangen... am Abend gab es dann eine riesen Ueberraschungsparty, organisiert von meiner Familie und allen Freunden. Sie fand in einem Restaurant statt und bis zu meiner Ankunft dort, wusste ich echt gar nichts davon. Es war sooo toll und nun war auch klar, warum tagsueber keiner zu hause war. die haben das da alles vorbereitet, dekoriert etc....! Meine gesamte Familie war da, und zu 80% kannte ich sie gar nicht. Um die 30 Cousins, Cousinen, Onkels, Tanten usw! Echt witzig und es war ein toller Abend. Spaeter bin ich dann noch mit allen Freunden ins Rockcastle gegangen, wo wir bis um 4 gefeiert haben!

Am Montag ging dann die Arbeit weiter, die mir immer noch gut gefaellt. Die ersten drei Stunden versuche ich, den Kindern, die nicht in die Schule gehen, schreiben beizubingen, was auf spanisch sehr schwer ist und jedes Kind auf einem anderen Level ist. Ausserdem haben die nicht gelernt zu warten, bis ich einem Kind etwas erklaert habe, sondern keischen ununterbrochen meinen Namen und zerren an meinen Klamotten. Sehr anstrengend, aber dafuer ist es um so schoener zu sehen, wenn die Kinder Fortschritte machen. Der Nachmittag ist dann umso entspannter, da die meisten Kinder nach dem Mittag gehen und dann eine neue kleine Gruppe kommt, mit der man dann nur noch spielt.
Am Dienstag war dann ein aufregender Tag. Ich musste nicht zur Arbeit, weil wir mit ein paar Leuten vom ICYE zum Radio gegangen sind. Dort haben wir Werbung fuer unsere grosse ICYE-Party am Donnerstag gemacht. Diese Party sollte in einer grossen Disko stattfinden und der Erloess geht an Kinder aus sehr armen Familien, also eine gute Sache. Wir waren bei dem bekanntesten Radiosender hier und mussten schoen viel auf Spanisch reden, was teilweise echt witzig und peinlich war, weil man nichts verstanden hat. Mussten ausser Werbung, auch etwas ueber unsere Arbeit und unsere Erfahrungen in Honduras berichten. Ja, das war wirklich eine Erfahrung. Einige von uns sind am Mittwoch dann sogar noch zu einem Fernsehsender gefahren und waren dann live im TV. Ich aber nicht, da ich arbeiten musste! Die Werbung hat was gebracht, viele Leute waren dort und wir hatten eine tolle Party bis um 5 Uhr morgens.

Jetzt habe ich seit Freitag frei und geniesse die freien Tage. Auch morgen ist frei, weil wieder irgendein Feiertag ist. Heute werde ich mit einem Freund zum El Picacho fahren, ein Berg mit kleinem Park, von dem aus man einen tollen Ausblick ueber Tegus hat. Allerdings nur, wenn das Wetter mitspielt- und es regnet seit ca. 4 Tagen jeden Tag sooo viel - echt aetzend.
Ich verabschiede mich dann auch mal wieder und wuensche euch morgen einen schoenen freien Tag! Wurde uebrigens von der deutschen Botschaft zu einer Party eingeladen - wegen des Tages der deutschen Einheit! Mal schauen, ob ich dort hingehe.

Viele Gruesse und alles Liebe!
Vermisse euch!
Eure Jana

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht:

Veröffentlichung Deines Berichtes schrieb am 03.01.11 um 21:52 Uhr:
Hallo Jana!
Mit Interesse habe ich Deinen Erfahrungsbericht im Strassenkinderprojekt in Honduras gelesen und möchte Dich gerne fragen ob Du Interesse hast diesen auf unserem Informationsportal für Lateinamerika zur Verfügung zu stellen:

http://www.latino-portal.com

Das Portal stellt allgemeine Informationen sowie Erfahrungsberichte über Reisen, Arbeiten und Tätigkeiten in Sozialprojekten zur Verfügung. Gerne würden wir Deinen Erfahrungsbericht hier mit aufnehmen, gerne auch mit Link auf den Originalbeitrag.

Über eine kurze Antwort würden wir uns sehr freuen!

Viele Grüße,
Ingo

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