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Erfahrungsbericht - Ecuador

Autor: Verena
Projekt: Strassenkindern
Träger: ICJA Freiwilligenaustausch weltweit e.V.



Liebe Anna,
ich habe mich bis jetzt noch nicht gemeldet und mich plagen auch Schuldgefuehle deswegen. Es liegt aber auch daran ,dass ich nie Rundmails verschicke. Dafuer nehme ich mir heute besonderes viel Zeit, um von meinen ersten 3 Monaten in Ecuador zu berichten.

Also jetzt bin ich gluecklich! Der Anfang jedoch war sehr schwer. Ich habe fuer ca. einen Monat in dem Kinderheim gearbeitet und in der oficina de las mujeres im Rathaus. Aber ich kann allen wirklich nur raten ,die vom icja so viel gepriesene Eigeninitiative zu ergreifen. Da ich mit meiner Arbeit und mit denen , die im Projekt wohnen unheimlich ungluecklich war, habe ich mir jetzt selber - die Betonung liegt auf selber! - 2 neue Projekte und eine Gastfamilie gesucht. Da ich mir auch mit der Arbeit mit den Kindern unglaublich unterfordert vorkam, mein Spanisch nicht besser wurde, weil die Kinder zwischen 1 und 3 Jahren alt waren und ich in der oficina nur die Funktion einer Sekretaerin inne hatte, habe ich mich auf die Suche gemacht. An dieser Stelle ein grosses Lob auf die icja vos.

Jetzt lebe ich mit einer wunderbaren Familie, arbeite mit Strassenkindern zweimal die Woche und in einer Frauenrechtsorganisation. Vormittags gehe ich mit einer anderen Freiwilligen aus Italien in die unterschiedlichen Parks, um mit den Kindern Karten zu spielen und zu reden, oder ich arbeite mit der Sozialarbeiterin direkt in den Familien. Ich habe auch schon mit den Kindern ein Theaterstueck aufgefuehrt, was wirklich unglaublich Spass gemacht hat. Die Frauenorganisation ist auch wunderbar, da es in Ecuador zwar schon ein Sozialsystem gibt, aber die Regierung an Aufklaerung nicht interessiert ist, helfe ich der NGO- Organisation Aufklaerungsseminare vorzubereiten. Ich bin mit der arbeit viel unterwegs und treffe viele unterschiedliche Menschen. Ansonsten ist das Land mit der vielfaeltigen Natur ein Traum. Was mich nur ein wenig traurig stimmt hier und was ich mir nicht so schlimm vorgestellt hatte, dass man doch fuer viele Menschen hier nur die gringa ist..

So, liebe Anna, ich denke du und auch die Freiwilligen, die sich jetzt schon auf das Jahr vorbereiten und meine mail im Ordner lesen, haben jetzt eine gewisse Vorstellung meiner Arbeit, irgendwer wird auch das Vergnuegen haben, mich als Patin zugeteilt zu bekommen.

So, allerliebste Gruesse aus Ambato sendet dir

deine Verena

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