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Erfahrungsbericht - Costa Rica

Autor: Verena
Projekt: Schule
Träger: ICJA Freiwilligenaustausch weltweit e.V.



Hallo, Hallo!

Nach mehr als zwei Wochen ist es wieder so weit, einen ausführlichen Bericht zu schreiben. Veronika ist am Montag vor zwei Wochen geflogen. Den Sonntag davor haben wir zusammen für die ganze Familie gekocht: Pfannkuchensuppe als Vorspeise, Kartoffelsalat mit Schnitzel als Hauptgericht, dazu natürlich Bier und als Nachtisch Marmorkuchen mit Kaffee,. Alle haben sich um den riesigen, massiven Esstisch im Wohnzimmer gesetzt, was eine große Seltenheit ist, da normalerweise jeder irgendwann in der Küche ist. Wir haben es sogar geschafft, dass es ihnen schmeckte. Das war das erste Mal für uns, dass wir ein Menü so ganz ohne Hilfe gekocht haben. Es war ein sehr schöner Abend, wenn auch für mich ein wenig ungewohnter formeller.

Mein Projekt gefällt mir nach wie vor noch sehr gut. Wir haben jetzt einen CD-Player geschenkt bekommen, der es sehr erleichtert neue Lieder und Tänze mit den Kindern zu lernen. Da kann ich mich dann so richtig mit denen austoben. Ansonsten muss ich Englischunterricht geben, der momentan noch sehr provisorisch ist, weil ich kein Material habe. Also muss ich mir Lieder, Reime und Spiele selber ausdenken, denn je mehr es Spiel ist, desto schneller lernen sie. Wenn ich zu viel Energie übrig habe, dann lasse ich alle im Hof durch die Luft sausen ! Alles ist natürlich nicht Spaß, manchmal wird meine Geduld ganz schön auf die Probe gestellt. Ein Kind, das neu in die Gruppe kam, hat eine Woche lang, jeden Tag, 2 Stunden einen Schrei- und Umsichschlagaufstand gemacht, weil es zur Mami wollte. Und ich konnte nichts anderes machen, als sie festhalten und sie zu beruhigen. Aber jetzt ist sie quietschfidel.
Oder ein verhaltensauffälliger, der immer wieder ausrastet. Ha, aber ich habe rausgefunden, dass ich ihn beim Malen ruhigstellen kann....... Am 12. Tag wird hier in Costa Rica der Tag der Kulturen gefeiert, genaugenommen die Eroberung durch Columbus. Also mussten sich alle Kinder entweder als Spanier oder Indianer verkleiden und schminken. Das war echt so cool, wir tanzten Indianertänze und aßen typisches Essen. Morgen muss ich mit der Chefin Edith Milchpulver austeilen fahren. Hier bekommen alle Mütter, die es sich nicht leisten können, für ihre Kinder Milchpulver.

Ich gehe oft durch die Plantage spazieren, um alles zu erkunden, was aber momentan etwas schwierig ist, weil es die ganze Zeit wie aus Kübeln schüttet. Ich sammele vielfältige, farbenfrohen Blüten und versuche sie zu pressen. Das stellt sich aber immer mehr als große Schwierigkeit bei dieser hohen Luftfeuchtigkeit heraus. Ich werde es nicht aufgeben. Wenn ich viel Zeit habe, dann schaffe ich es, bis zum Fluss am Ende der Plantage. Dieser liegt aber in so einem tiefen Bett und ist so eingewachsen, dass mir nur das Rauschen des Wassers bestätigt, dass es ihn gibt. Begleitet werde ich von dem verspielten Nero, unserem Labrador. Am schönsten ist es, wenn ich das letzte Stück ganz nass werde, das ist so erfrischend. Aber dann ganz schnell zum Umziehen und Kaffeetrinken zu Hause bin.

Wenn ich in der Stadt im Internetcafe war, dann laufe ich zu meiner Gastmutter ins Cafe, um ihr zu helfen. Da darf ich essen, was ich will und eines können die Costa Ricaner und das ist Gebaeck. Schokolade nicht. Ich habe schon 7 verschiedene ausprobiert und alle waren bullshit.

Vorletztes Wochenende war ich mit fast der ganzen Truppe an der Pazifikküste in Nicoya, weil Andre der Schwede Geburtstag hatte. Als wir Freitagnacht ankamen, war schon voll die Party im Gange. Ich habe mir mit Denise und Thomas (Schweiz) Kerstin und Theresa (Dtl.) ein Zimmer geteilt. Am Morgen, bin ich mit Kerstin Frühstück einkaufen gegangen und da haben wir doch glatt nicht aufgepasst und verschimmeltes Brot gekauft, Mist schon wieder! Zurückgeben war kein Problem. Thomas hat dann noch Kokosmilch aus einer selbstgepflückten Kokosnuss ausgeteilt - was braucht man mehr.. Dann ging es gemütlich an den Strand, an dem mein Muschelsuchherz Saltos schlug. So schöne, große, wie kleine Muscheln.

Am Nachmittag, als wir in die Stadt zu Andres eigentlicher Geburtstagsfeier fahren wollten, kamen wir gleich in den Genuss der Tico -Time. Wir, natürlich ganz deutsch und schweizerisch, um vier an der Bushaltestelle, weil die Frau von unserem Hotel meinte, dass der Bus um vier kommen würde. Tja, da saßen wir dann. Irgendwelche Leute kamen immer vorbei und jeder sagte eine andere Zeit, wann der Bus kommen würde, aber natürlich bald. Der Bus dann erst nach 3h. Hat aber nichts gemacht, es war irgendwie witzig.

Nicoya ist wieder ganz anders, als das Valle Central. Das Klima viel wärmer und feuchter und die Menschen noch gemütlicher. Außerdem gibt es fast keine geteerten Strassen, was mir so als Kontrast, sehr gut gefällt. Sonntagabend/nacht fuhr ich dann mit dem Bus nach Hause und es gab kein Licht. Nur Schwärze! Da musste ich mir irgendwie erahnen, dass nach dem und dem Huckel, über den der Bus gefahren ist, meine Haltestelle kommt. Weil es echt so stockdunkel war und ich mir nur den Weg denken konnte, habe ich mir dann die Hand an so einem blöden Stacheldrahtzaun aufgerissen. Zum Glück war jemand zu Hause. Ich war so froh über die brennende Kerze, mit der mich mein Gastvater empfing, das kann ich gar nicht sagen. Ansonsten geht es mir sehr, sehr gut, war letztes Wochenende an der Karibik!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ich glaube mehr muss ich nicht dazu sagen, ich hoffe euch geht es auch allen gut, alles Liebe, Verena

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht:

Lena schrieb am 30.09.11 um 13:24 Uhr:
Wie war denn die Trägerschaft?

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