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Erfahrungsbericht - Israel

Autor: Benjamin Eismann
Projekt: Beit Uri
Träger: Tamli - Verein zur Förderung heilpädagogischer Heime in Israel e.V.



Shalom, also zu Beginn muss ich loswerden, dass Israel das schönste Land ist, in dem ich je war, vor allem dann, wenn man Sicherheitsfanatiker ist. So fing nämlich meine Reise in dieses Land mit einer 45-minütigen Sicherheitskontrolle am Münchner Flughafen am El Al -Terminal an. Sie dauerte so lang, da man mich, mein Gepäck und meinen Pass auf so ziemlich alles was geht ca. 4-mal gecheckt hatte (nette Anekdote: mein Radiowecker musste aus Sicherheitsgründen in einer Spezialtüte getrennt von meinem anderen Gepäck verschickt werden). Als ich schließlich im Wartebereich angekommen war, habe ich dann zuerst einmal einen Kaffee zur Beruhigung getrunken, neben Abi Ofarim. Später im Flugzeug wurde ich verwöhnt mit super Essen, vom Start bis zur Landung, mit dabei natürlich auch Humus. In Israel angekommen, lief ich erst mal gegen eine Hitzewand. Später auf der Taxifahrt von Tel Aviv nach Afula habe ich die braune Sommerlandschaft von Israel gesehen und die angenehme Kälte der Klimaanlage genossen (die in Israel im Sommer bei 38 Grad auf 15 Grad gestellt wird und im Winter bei 14 Grad auf 30 Grad, selbstverständlich volle Kanne). So schien mir meine Ankunft in Beit Uri, nach meinen ersten Eindrücken der trockenen Landschaft, wie ein Eintreten in ein grünes Paradies. Und damit begann mein Leben in Beit Uri. Meine Aufgaben bei der Arbeit sind im Grunde genommen jeden Tag dieselben und wenn man davon erzählt, hört es sich wahrscheinlich langweilig an. Mein Tag läuft also meist so ab: Die Members wecken, duschen, anziehen, den Boden wischen, mit den Members frühstücken, Zähne putzen und die Members in den Workshop schicken. Ich selber arbeite auch in einem Workshop, nämlich dem Wollworkshop. Dort fange ich dann morgens damit an, Wolle auszulegen oder sauber zumachen. Zwischendurch wird ab und zu mal jemand auf das Klo geschickt. So gegen 10 Uhr gibt es einen Snack für die Members; meine Aufgabe besteht dabei darin, den Obstsalat zuzubereiten. Danach und allgemein zwischendurch, je nachdem ob es anfällt, werden einige Members gewickelt. Der Arbeitstag läuft nach der Beendigung des Workshops wie folgt ab: Alle zurück in ihre Häuser schicken, selbst ins Haus gehen, den Members die Hände waschen, Essen geben und danach in die Mittagspause bzw. Mittagsruhe/schlaf oder aufs Klo schicken. 14 Uhr Feierabend .Das, jeden Tag von Sonntag bis Donnerstag, hört sich nicht so spannend an, ist es aber.

Es passiert jeden Tag irgendetwas Außergewöhnliches, Lustiges oder Unvorhergesehenes in Beit Uri. Es kann sein, dass einem langweilig ist und auf einmal denkt sich ein Member: „Ach was für ein schönes Mückennetz! Lass uns das mal abmontieren!“ Also montiert er es ab. Oder sie probieren, die Ventilatoren abzumontieren. Bei der Arbeit ereignen sich aber auch super motivierende Dinge, wie z.B. man setzt einen, der eine Windel trägt, aufs Klo und er macht tatsächlich ins Klo. Dass es mehr Zufall ist als geplant, ist nicht so wichtig; man freut sich einfach über seinen Erfolg. Beit Uri wird eigentlich nie langweilig, man kann nach der Arbeit immer erzählen, was einem passiert ist. Beispiel: Heute hat der den geärgert oder der xy hat sich mit Kot eingecremt etc. Die Arbeit kann aber auch manchmal richtig hart sein, z.B. wenn man am Vorabend in der Volo-WG ein Billig-Vodka-Gelage gestartet hat und man nach 3 Stunden Schlaf um 6 Uhr raus muss. Aber abgesehen davon ist die Arbeit nicht so hart, vor allem da die Members jeden Tag eine Party machen und wir feiern sie mit ihnen, wir spielen, tanzen, lachen und singen mit ihnen .Damit es auch nicht zu eintönig wird, muss man sich Aufgaben stellen. So kann man versuchen, dem xy beizubringen, dass er sich fast selber rasieren kann oder dem zt, dass er sich die Haare selber waschen kann etc. Dass man sich selber Aufgaben und neue Herausforderungen stellt, ist sehr wichtig, zum einen für sich selber, zum anderen aber auch deswegen, da die Volos hier häufig die einzigen sind, die noch mit Elan die Arbeit angehen, was andere Worker, nach langer Zeit hier vielleicht vergessen haben. Wenn man hier nach diesem Bewusstsein arbeitet und nicht vergisst , etwas bewirken zu wollen, macht die Arbeit in Beit Uri, mit den Members unglaublich viel Spaß. Dies ist des Weiteren auch echt gut, da der Alltag durch die Routine ein bisschen langweilig wird. Weil man irgendwann weiß: ok um 10:45 muss ich den und den wickeln und um 12:20 fange ich an, den Workshop zu fegen. Aber kommt von irgendwo ein jüdisches Fest her, bleibt der Alltag stehen. Alle laufen in weißen Hemden herum und feiern eine Party, egal ob Worker oder Member. Bei diesen Festen gibt es meistens eine schöne Feier in der Ulam (eine Art Festhalle), mit bestimmtem Essen oder mit bestimmter Dekoration, .z.B. An Sukkot (Laubhüttenfest) haben wir immer draußen bei 28-30 Grad unter einem Palmwedel-Pavillon gefrühstückt. Es war wie Urlaub.

Allerdings kann einem auch mal die Laune von so manchem Umgang der Worker mit den Members verdorben werden. Dieser ähnelt manchmal eher der Art, wie man einem Feind im Krieg anstatt als Freund begegnet. Der Ton entspricht manchmal eher dem Ton bei der Armee oder dem in einer Hundeschule (cum, chev, bo, po, setzen, hier etc.). Das war am Anfang ziemlich schockierend für mich, aber es ist halt wie es ist und solange man sich diesen Ton, diese Art nicht selbst aneignet, wird man eigentlich generell sehr schnell der Freund von einigen Members und so kommen sie einen besuchen, um zu fragen, ob man morgen arbeitet oder um einem die neuen Schuhe zu zeigen. Manche fitten Members chillen auch ab und zu in unserer WG und hören mit uns Musik. Zudem sind noch die mindestens 100 „High-fives“ die man am Tag bekommt, erwähnenswert. Also alles in allem ist die Arbeit hier super spaßig und super toll und wird nur an Kater- Tagen als Arbeit empfunden, welche letztendlich doch nicht selten sind. Denn in unserer WG findet sich meistens noch irgendwo ein Bier oder ein Vodka und jemand zum Feiern bzw. zum Anstoßen. Oder irgendjemand startet einen coolen Film oder irgendeiner streamt eine Folge „Scrubs, Simpsons, Southpark oder How I met your mother“. Also gibt es grundsätzlich immer was zu tun am Abend. Und so kommt es, dass der Volo im Allgemeinen nie ausgeschlafen ist. Für manche geht es sogar teilweise auch bis 4 Uhr früh. Die logische Konsequenz: von nur zwei Stunden Schlaf ist es nur natürlich, dass die Arbeit am nächsten Tag richtig hart wird.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Leben in der WG darin besteht, viel Bier zu trinken, Filme zu schauen und wenn es das Geld erlaubt, nach Tel Aviv oder Jerusalem zu fahren und dort noch viel mehr Bier zu trinken und sich natürlich auch Sachen anzuschauen wie die Klagemauer oder den King David Tower oder an den Strand zu gehen. Ich kann nach meinen 3 Monaten Beit Uri, durch das was ich bisher hier erlebt habe, jedem empfehlen, nach Beit Uri zu kommen. Wer coole und nette Leute treffen will, wer Serien mag, wer warmes Klima, schöne Frauen mag und etwas über das Judentum aus erster Hand lernen möchte, ist hier Gold richtig und demjenigen würde ich es auf jeden Fall empfehlen, hier nach Israel, genauer genommen Beit Uri zu kommen und seinen Zivi nicht im kalten Deutschland zu machen. Denn es ist ein einziger Riesenspaß.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht:

NZbqAkOCcF schrieb am 08.05.16 um 21:12 Uhr:
ã‚‚Šˆã:Good blog! I truly love how it is simple on my eyes and the data are well written. I am wondering how I might be notified whenever a new post has been made. I’ve subscribed to your RSS feed which must do the trick! Have a nice day! “You can discover what your enemy fears most by observing the means he uses to frighten you.” by Eric Hoffer. http://kjxxnwl.com [url=http://kodtufh.com]kodtufh[/url] [link=http://swgkgpbp.com]swgkgpbp[/link]

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