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Erfahrungsbericht - Kenia

Autor: Sammy Ruppel
Projekt: Nyang’oma - Waisenhaus
Träger: Kolping Jugendgemeinschaftsdienste

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Workcamp - 2006


Nyang’oma, ist ein kleines Dörfchen am Viktoriasee (ca. 1 Stunde hinter Kisumu). Dort haben wir in der Missionsstation mitgearbeitet, die sehr viel größer war, als jeder von uns gedacht hatte. Zwei Tage hat es gedauert, bis unsere Führung durch die Station beendet war!! (Okay wir wurden auch überall zum Teetrinken eingeladen).



Und dann ging es los: Ich war oft im Waisenhaus mit den Kindern spielen, was sehr süß war, auch wenn ich von dem einen Jungen fünfmal in einer halben Stunde angepinkelt wurde.... (die tragen da nur so Stoffhöschen als Windeln). Auch war ich manchmal in der Gehörlosenschule und hab jetzt ein wenig Gebärdensprache gelernt. Ich fand’s voll beeindruckend, wie die damit umgehen, dass sie gehörlos sind.














Die älteren Jugendlichen, die auf der Station eine Ausbildung machen, haben uns öfter abends besucht. Sie haben sich einfach dazugesetzt und wir haben ohne Worte mit ihnen Uno gespielt. Auch haben wir einmal eine kleine Disco gehabt. Obwohl viele gar nichts mehr hören, können sie trotzdem richtig gut tanzen!! Ein paar Mal war ich auch auf der Krankenstation, wo ich half, schwangere Frauen zu wiegen oder den Kopf oder sogar den Atem des Babys im Bauch fühlen durfte. Außerdem habe ich Babys gewogen, Polioimpfungen gegeben, Medikamente verteilt....

Nachmittags war ich fast immer an der Boys Secondary School, wo wir über die Unterschiede zwischen Kenia und Deutschland diskutierten. Das war meistens sehr lebhaft und lustig. Die Jungs waren fast geschockt als sie gehört haben, dass die meisten Leute hier nur an Weihnachten in die Kirche gehen oder dass wir keine Schuluniformen tragen.




Wenn wir uns mal körperlich betätigen wollten, haben wir Klassenräume und Rohre für eine Wasserpumpe gestrichen. In unserer Freizeit haben wir mit unseren Gastgebern Ausflüge in den Regenwald und in eine Art Felsenmeer gemacht. Manchmal sind wir auch einfach nur an den See spaziert (in dem man wegen Billharziosegefahr aber nicht baden gehen sollte) oder mit dem Boda Boda (Fahrradtaxi) in die nächste Stadt gefahren.


Unsere Unterkunft war recht groß und gemütlich. Meistens hatten wir auch Strom, außer wenn es abends geregnet hat. Da wir kein fließendes Wasser hatten, haben wir netterweise immer welches von der nächsten Pumpe geliefert bekommen. Man kann sich da echt gut dran gewöhnen! Wir hatten zwar eigentlich eine Toilette im Haus, die aber ohne fließend Wasser natürlich nicht benutzbar war.


Deswegen haben wir die Plumpsklos vor dem Haus benutzt. Auch daran hatten wir uns erstaunlich schnell gewöhnt. Ist eigentlich sowieso viel hygienischer. Rund ums Haus gab es Kühe, Hühner und Schweine, die immer frei durch die Gegend gelaufen sind.








Bei unserem Aufenthalt in Nyangoma hat mir besonders gefallen, dass wir so viel mit den Menschen dort zusammen waren. Mir ist aufgefallen, dass die Menschen dort im Vergleich zu hier echt sehr wenig haben, aber, solange es ihnen und der Familie gut geht, zufrieden sind. Außerdem sind sie total offen und freundlich und immer am Lachen. Man kann sich einfach mit jedem unterhalten.














Lustig war, dass man immer allen die Hand geben musste. Ich glaube, ich habe ewig nicht so viel Hände geschüttelt... Und sie waren wirklich so gastfreundlich, wie man immer sagt. Wir waren ständig zum Essen, zum Tee oder auf ein Soda eingeladen.

Die vier Wochen Kenia sind echt wie im Flug vergangen und ich muss sagen, es war eine unvergessliche und sehr schöne Zeit.

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