Das FSJ und ADiA Informationsportal

Menu:


Login:

Name

Passwort
Registrieren

Workcamps:

- im Kinderheim
- mit Behinderten




Forum:

Freiwill...
Ecuador...
Auslands...
Freiwill...
ORGANISA...

Erfahrungsbericht - USA

Autor: Philipp Pfefferle
Projekt: Su Casa - Obdachlosenheim
Träger: EIRENE International 

Du hast fragen? Schreibe Philipp Pfefferle eine Email!



1. Rundbrief - Dezember 2004


Geehrter Unterstützerkreis, ich möchte mich bei euch allen recht herzlich für euer offenes Ohr bedanken, das ihr hattet , als ich mit der Bitte an euch herantrat, mich in meinem Vorhaben, in die USA zu gehen, finanziell zu unterstützen. Durch euch alle war es mir möglich meine notwendigen Spenden ohne große Probleme zusammen zu bekommen. Ich hoffe das ich euch durch diesen und die drei weiteren Briefe etwas von der Großzügigkeit die ihr mir entgegengebracht habt zurück geben kann.
...

Einleitung

Das ich gerne reise und das ich in den letzten Jahren immer versucht habe viel unterwegs zu sein, dass wissen alle, sogar diejenigen, die mich nicht sehr gut kennen. Ob es Japan, die USA oder ein anderes Land war, ich habe es immer genossen andere Menschen, Kulturen und Länder kennenzulernen. Und von all meinen Reisen bin ich mit so vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen zurück gekehrt, dass der Hunger nach mehr immer größer wurde. Deshalb habe ich vor bereits 4 Jahren beschlossen, dass ich meinen Zivildienst gerne im Ausland machen würde. Und ich war mir schnell im Klaren darüber, dass ich nach einem wunderbaren Highschool Jahr in den USA wieder dorthin zurückkehren möcht.
Nach langer Suche hatte ich endlich eine Oganisation gefunden, mit welcher ich es mir vorstellen konnte meinen internationalen Zivildienst zu machen. Nach einem Informationsseminar , einem Bewerbundsseminar und vielen auszufüllenden Unterlagen, erfuhr ich im Januar dieses Jahres, dass ich einer der wenigen Glücklichen bin, die ihren Zivildienst in den USA machen können. Zu dieser Zeit schien meine Ausreise, welche auf Ende September festgelegt worden war, noch in weiter Ferne. Und ich wusste, dass es noch ein langer Weg bis dorthin sei wird Darmals hatte ich unteranderem noch mein Abitur vor mir. Doch ich war sehr glücklich darüber, dass es mir möglich war meinen Wunsch, internationalen Friedensdienst zu leisten, zu erfüllen.
Ich wusste das dies das Größte sein wird, dass ich bisher erlebt habe. Ich war mir darmal nur noch nicht ganz im Klaren darüber wie groß diese neue Erfahrung sein wird!!
Ich bin nun schon seit fast drei Monaten in den USA und habe in dieser Zeit unglaubliche Dinge erlebt und wunderbare Menschen kennengelernt.
Und genau von diesen Erlebnissen möchte ich euch in meinem ersten Rundbrief mehr erzählen.

EIRENE

EIRENE ist der Name meiner deutschen Organisation. EIRENE ist eine anerkannter Träger des anderen Dienstes im Ausland und sendet Freiwillige bereits seit vielen Jahrzehnten in die ganze Welt um diejenigen, denen es am schlimmsten geht, in ihrem Kampf um täglich Brot, Gesundheit und Frieden zu unterstutzen.
Ihr werdet euch jetzt sicherlich fragen, warum ich meinen Dienst ausgerechnet mit EIRENE machen wollte. Als ich auf der Suche nach einer Organisation war, die ein Träger des anderen Dienstes im Ausland ist, bekam ich vom Bundesamt für Zivildienst eine 20 seitige Liste mit verschiedenen Organisationen zugeschickt. Es schien mir Anfangs, dass es Organisationen wie Sand am Meer geben würde. Doch als ich mich intensiver damit bschäftigte war mir schnell klar, dass es nicht ganz einfach werden dürfte eine Organisation zu finden. Da viele Ansprüche an mich stellten, die ich nicht erfüllen konnte. Beispielsweise nahmen die meisten Organisationen nur Freiwillige aus ihrem Erzbistum oder sie forderten einen Nachweis über sehr großes Angaschment in meiner Kirchengemeinde. Da ich meist weder das Eine noch das Andere erfüllen konnte fielen viele Organisationen weg. Doch dann stieß ich auf EIRENE und um so mehr ich mich über EIRENE erkundigte desto klarer wurde mir, die richtige Organisation gefunden zu haben. Das besondere an EIRENE ist, dass weder eine bestimmte Konfession noch religiöses Angaschmet oder ein bestimmter Wohnort vorausgesetzt wird. Das einzige was für EIRENE eine Rolle spielt ist Motivation.
Mehr zu EIRENE unter www.eirene.org

Bewerbung

Die Vorbereitung für meinen Anderen Dienst im Ausland begann im Oktober 2003 mit dem Besuch eines Informationswochenendes bei EIRENE. Woran ca. 30 andere potenzielle Freiwillige teilnahmen. Wir residierten für drei Tage in einer Jugendherberge nahe Jena und nahmen in dieser Zeit an verschiedenen Seminaren teil, um einen ersten Überblick zu bekommen, wie solch ein Freiwilligen Dienst im Ausland abläuft.
Zu Hause Angekommen war ich mir jetzt sich, dass ich mit EIRENE meinen Dienst machen möchte. Ich füllte meine Bewerbung aus und hoffte das ich zu einem Bewerberseminar eingeladen werden würde. Was auch tatsächlich passierte.
Mitte Januar war ich dann in das EIRENE- Hauptquatier in Neuwied (bei Koblenz) zum Bewerberseminar eingeladen. Wo ich zwei Tage mit ca. 15 anderen potenziellen Freiwilligen verbrachte und an 2 Gesprächen mit insgesamt 5 Mitarbeitern von EIRENE teilnehmen musste (durfte!!).
Und dann zwei Wochen später, ende Januar, war es dann soweit Der Brief dem ich so lange entgegengefiebert hatte war endlich da. Und jetzt hatte ich es schwarz auf weiß. Ich würde einer derjenigen sein, die mit EIRENE ihren Dienst in den USA machen würden.

Brethren Voluntary Service (BVS)

EIRENE sendet pro Jahr ungefähr 12 Freiwillig in die USA. Um sicher zu stellen , dass sich ausreichend um die EIRENE- Freiwilligen gekümmert wird, arbeitet EIRENE in den USA mit einer anderen christlichen Freiwilligenorganisation zusammen. Sie heißt „Brethren Voluntary Service (BVS)“. BVS entsendet bereits seit 1948 Freiwillige in die ganze Welt und gehört zu den größten Organisationn seiner Art in den USA.
Was für mich wiederum bedeutet, das ich mit zwei verschiedenen Organisationen zusammenarbeite. Einmal EIRENE in Deutschland, bei ihr habe ich mich beworben und von ihr wurde ich dann an BVS in den USA weitergereicht, um mich bei BVS nochmal neu zu bewerben. Was allerdings eine reine Formsache ist, den BVS geht davon aus, dass alle Freiwilligen die von EIRENE ausgesucht werden, fähig sind, ihren Dienst in den USA zu leisten. Was aber nicht hieß, dass ich deshalb den ganzen auszufüllenden Bewerbungsunterlagen von BVS entkam!!!

Vorbereitung

In meiner Vorbereitungsphase zeigte sich für mich, dass ich mit EIRENE und BVS eine gute Wahl getroffen hatte. Denn sobald ich in ihren Programmen aufgenommen war, wurde sich sehr gut um mich gekümmert. Ich erhielt von beiden Organisationen in regelmäßigen Abständen Informationen via Post oder Telefon. So das ich immer darüber informiert war wie es in den nächsten Monaten weiter gehen würde.
Mit meinen Bewerbungsunterlagen sendete mir BVS auch ein kleines Büchlein in welchem alle Stellen mit kürzer Beschreibung aufgelistet waren, in die BVS Freiwillige entsendet. Und das waren weit über 100 verschiedene Stellen. Ich hatte jetzt die Aufgabe mir darüber klar zu werden, was für eine Art von Arbeit ich eigentlich machen wollte und in was für einer Umgebung ich leben möchte. Es gab Stellen in vielen verschiedenen Bereichen, z.B.: mit Kinder und Jugendlichen, mit Behinderten, geistig oder körperlich, mit alten Menschen, mit Obdachlosen, in der Politik u.s.w.. Dann die Frage, wo: in einer Stadt, auf dem Land oder vielleicht sogar in einem Camp, was meist totale Abgeschiedenheit von der Zivilisation bedeutete.
Die Frage wo, war für mich schnell geklärt. Da ich gerne viel unterwegs bin und gerne Menschen um mich habe viel diese Wahl natürlich auf eine Stadt!! Bei der Frage , in welchem Bereich ich arbeiten möchte, machte ich mir schon mehr Gedanken. Ich wollte eine Stelle, in welcher ich Menschen direkt helfen konnte ohne das die Religion eine zu große Rolle spielt. Und der Bereich der mir am ehsten diese Kriterien zu erfüllen schien, war der Bereich Obdachlose.
Ok, dass war schonmal ein Fortschritt. Ich wusste jetzt das ich mit Obdachlosen in einer Stadt zusamen arbeiten möchte. Das reduzierte meine Möglichkeiten von ca. 120 auf 15 Stellen. Von denen ich in meiner Bewerbung meine 3 Wunschstellen angeben musste. Nach gründlichen Erkundigungen, hatte ich meinen absoluten Favoriten gefunden: Su Casa, ein Obdachlosenheim für lateinamerikanische Familien in Chicago.
An zweiter Stelle stand ein Obdachlosenheim bei San Fransisco, Californien. Und als Dritten
hatte ich eine Suppenküche im Herzen der amerikanischen Hauptstadt, Washington D.C., auf
meiner Liste. Aber ich hatte mich mit dem Gedanken nach Chicago zu gehen schon so sehr
angefreundet, dass die anderen zwei Orte eigentlich nur Lückenfüller waren. Was vielleicht zu voreilig war.
Denn wenige Wochen bevor es losgehen sollte bekam ich den letzten Brief von BVS aus den USA. Welcher unteranderem eine Liste von allen noch freien und allen schon besetzten Projekten enthielt. Als ich weder mein erstes noch mein zweits Wunschprojekt auf der Seite der noch zu besetzenden Projekte fand, lief es mir kalt den Rücken herunter als ich die Seite herum drehte und beide meine Projekte auf der Seite der nicht mehr zu besetzenden Projekte wiederfand. Ich kann mich noch genau an diesen Moment erinnern, als wäre es gestern gewesen. Meine Freundin und meine Mutter standen um mich herum und ich versucht es um jeden Preis zu verhindern, dass sie merkten, wie enttäuscht ich war. Aber gut, ich wusste es musste weitergehen ob in Chicago, San Francisco oder letztendlich in Washington D.C..
Und dann, die letzten paar Wochen zu Hause, begann ich mich doch mit dem Gedanken anzufreunden, nach Wasington D.C. in eine Suppenküche zu gehen. Und genau das erwartete ich eigentlich auch zu tun, wenn ich in den USA sein würde. Doch es kommt immer anders als man es erwartet, dazu jedoch später mehr!

Visum

Wenn man sich länger als 3 Monate in einem anderen Land , wie z.B. den USA aufhält und dort womöglich noch arbeitet, muss man sich vor Antritt der Reise ein Aufenthaltsgenemigung (Visum) bei der jeweils zuständigen Botschaft in Deutschland holen.
Und wie wir alle wissen, gibt es ein Datum, nämlich den 11. September 2001, das die Welt veränderte. Doch es veränderte nicht nur die Welt sondern auch die Visa- Bestimmungen für die USA!! Da Präsident Bush mittlerweile in fast jedem einen potenziellen Terroristen sieht, ist es auch dementsprechend schwieriger geworden ein Visum zu bekommen.
Ich erinnere mich noch wie das vor vier Jahren war, als ich ein Visum für das 10 Monatige Highschool Jahr in den USA brauchte. Ich schickte meine Unterlagen inklusive Reisepass zur Botschaft und eine Woche später bekamm ich ihn mit einem Visum zurück. Doch nicht diesesmal.
Ich musste diesesmal einen Termin auf dem US- Konsulat in Frankfurt vereinbaren und dort zu einem persönlichen Gespräch erscheinen. Nun musste ich aber ersteinmal wissen was für Unterlagen ich zu diesem Gespräch mitbringen musste und ich musste natürlich einen Termin vereibaren. Kein Problem, dafür hat das Konsulat eine Hotline eingerichtet, wo man anrufen kann und genau dies erfragen kann. Einziges Problem, die Minute kostet 1,86 €. Ich hab natürlich trotzdem angerufen, zum Leid meines Vaters, der die Telefonrechnung bezahlt!!
Und wie das halt bei solchen Nummern so ist, wird ersteinmal ein bischen klassische Musik gespielt, nichts gegen klassische Musik aber bei dem Preis kann ich fast ein ganzes Konzert besuchen!! Und dann wird mann ersteinmal ausführlich begrüßt. Um eine lange Geschichte kurz zu machen, bis ich hatte was ich wollte, hatte das Konsulat schon die ersten 25 € an mir verdient, zu den 86 € Visagebühren die noch dazukamen.
Dann war der Tag meines Termines auf dem Konsulat gekommen. Ich fuhr früh morgens nach Frankfurt. In der Straße des Konsulats angekommen, war ich über die enorme Polizeipräsenz zum Schutze des Konsulats verwundert. Und dann fast 6 Stunden später war es soweit, ich war wieder drausen. Nachdem ich in unzähligen Schlangen angestanden bin, um 5 Minuten mit einem Sachbearbeiter zu sprechen. Aber er versprach mir, mir mein Reisepass und mein Visum innerhalb einer Woche zuzuschicken. Was auch so geschah.

Ausreisekurs mit EIRENE

Mein Dienst begann offiziel am 1. September 2004. Den ersten Monat meines 13 monatigen Dienstes verbrachte ich allerdings in Deutschland. Und zwar auf einem zweiwöchigem Ausreiseseminar. Wir waren insgesamt 25 Freiwillige die am 5. September im Hautquatier von EIRENE in Neuwied bei Koblenz zusammenkamen um gemeinsam die letzten Wochen in Deutschland zu verbringen. Anfangs schienen die zwei Wochen Ausreisekurs für jeden sehr lange und keiner von uns konnte sich so richtig erklären, was wir eigentlich in zwei Wochen alles machen wollten.
Von den 25 teilnemenden Freiwilligen waren es allerdings nur fünf die später in den USA ihren Dienst antreten sollten. Die Anderen 20 waren hauptzächlich auf Projekte in Europa verteilt worden. Unter anderem in Frankreich, Irland, Nordirland, Belgien, den Niederlanden und Kanada.
Als wir dann jedoch den Plan für unseren zweiwöchigen Aufenthalt sahen, hatten wir keine bedenken mehr, dass es uns langweilig werden würde. Wärend dieser zwei Wochen nahm ich an vielen verschiedenen Kursen und Gesprächen teil, welche größtenteils sehr informativ und hilfreich waren. Trotz das die Tage meist sehr lange und die Nächte dementsprechend kurz waren, schafften es die EIRENE- Mitarbeiter immer wieder uns zum weiterarbeiten zu motivieren.
Ob es unter den Freiwilligen, deren Alter sich von 18 bis 58 erstreckte, war oder mit den Ausreisekürsleitern, die ganze Gruppe wuchs inerhalb weniger Tage zu einem Team zusammen. Das wärend der verschiedenen Arbeitseinheiten genauso gut zusammen arbeitet, wie nach getaner Arbeit miteinander feierte!! So das es am Ende der zwei Wochen sichtbar traurig war, einander zu verlassen.

Abschied

Wärend des Ausreisekürses hatte ich ständig viele Menschen um mich, ich war ständig mit irgendetwas beschäftigt, dass ich kaum die Gelegenheit hatte mir darüber klar zu werden, dass die Vorbereitungszeit jetzt bald vorbei sein wird und das ich wiedereinmal für lange Zeit von meinen Geliebten Abschied nehmen muss.
Nachdem der EIRENE- Ausreisekurs zuende war durfte ich noch einmal für eine Woche nach Hause um meine Sachen zu packen und mich zu verabschieden.
Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es mir leicht gefallen ist, mich von allen für solch eine lange Zeit zu verabschieden. Doch tief in mir hatte ich ein Gefühl das den Abschiedsschmerz übertrumpfte. Es war das Gefühl, das machen zu konnen was ich am liebsten tue. Endlich wieder in die Welt hinaus zu gehen und Neues zu erleben.
Ich beendete meine Schulkarriere ende Juni dieses Jahres somit hatte ich fast 3 Monate in denen ich nicht gerade intelektuelle Glanzleistungen vollbrachte. Was heißt, dass ich viel mit Freunden unterwegs war, viel gefeiert habe und wenig gearbeitet habe. Und ja, es war eine schöne Zeit. Aber ich hatte oft das Gefühl endlich wieder etwas arbeiten zu müssen, etwas sinnvolles zu tun. Und auch das war ein Grund warum ich mich sehr auf meinen Dienst in den USA freute.
Nachdem ich in dieser einen Woche versucht hatte so viel Zeit wie möglich mit Familie und Freunden zu verbringen, war es dann endlich so weit. Er war da, der 25. September 2004, der Tag meiner Ausreise. Meine Freundin Erna und mein Freund Erich brachten mich zum Flughafen nach Frankfurt. Die Stimmung war besser als ich erwartet hätte! Wir verabschiedeten uns am Flughafen.Und ich machte mich auf den Weg in eine mehr oder weniger ungewisse Zukunft.

Die Reise

Am Flughafen in Frankfurt traf ich mich mit noch einem anderen EIRENE- Freiwilligen der das selbe vor hatte wie ich auch. Wir flogen gemeinsam. Unsere ursprüngliche Flugrute führte uns von Frankfurt über Pittsburgh nach Baltimore. In Pittsburgh am Zoll angekommen erklärten wir dem Zollbeamten, was wir vorhatte. Wir wussten genau was wir sagen durften und was nicht. Wir hatten das Gespräch mit einem Zollbeamten hunderte Male im Kopf durchgespielt. Nun ist es so, dass ich mein Visum zwar in Deutschland bekommen hatte und dies auch 10 Jahre gültig ist. Doch wie lange ich letztendlich in den USA bleiben darf, wird jedes Mal wenn ich in die USA einreise wieder neu bestimmt. Was heißt, dass der Zollbeamte mit dem ich spreche, letztendlich entscheidet ob ich nur 3 Monate, 6 Monate oder ein ganzes Jahr in den USA bleiben darf. Deshalb muss man sich zuvor genau überlegen wie man sich ausdrückt und was man sagt. Nachdem der erste Zollbeamte unsere Fingerabdrücke genommen hatte und ein Bild von uns gemacht hatte, hieß es: „Bitte mitkommen“ und wir wurden in ein kleines Zimmer geführt wo schon 2 andere Zollbeamte auf uns warteten. Ich befüchtete das Schlimmste. Auserdem dachte ich immer an unseren Anschlussflug, der nicht auf uns gewartet hätte. Die 2 Beamten wollten nochmals genau wissen, was wir in den USA machen. Und ich erklärte ihnen lang und breit, dass wir internationalen Friedensdienst leisten und mit Obdachlosen zusammen arbeiten würden. Sie stellten mir noch einige Fragen. Dann wollten sie wissen, wie lange wir den bleiben möchten. Ich entgegnete, dass unser Dienst ein Jahr dauern würde. Und zu meiner verwunderung sagte er: „Ok, kein Problem ihr bekommt ein Jahr“. Die Situation war von nun an total entspannt und wir unterhielten uns noch einige Minuten mit den Beamten. Über das einjährige Visum bin ich sehr froh denn die anderen 3 deutschen Freiwilligen hatten alle nur 6 Monate bekommen.
Jetzt hatten wir zwar ein Visum für ein Jahr, unser Anschlussflug würde aber hochstwarschinlich in 15 Minuten ohne uns nach Baltimore fliegen. Wir rannten wie blöd durch den Flughafen um zu unserer Maschiene zu kommen aber wir konnten unser Gate einfach nicht finden. Wenige Minuten später fand ich heraus, dass unser Flug nach Baltimore gestrichen worden war. Wir mussten dann mit einer anderen Maschiene von Pittsburgh nach Washington D.C. fliegen und von dort aus mit dem Taxi in das eine Stund entferne Baltimore fahren. Und kamen dort dann mit einer fast dreistündigen Verspätung an. Das einzige was ich dazu sagen kann. Es wa erlebnisreich und wir haben eine Taxifahrt um sonst durch das abendliche Washington D.C. genossen!
In Baltimore erwarteten uns schon die Mitarbeiter von BVS. Sie bachten uns zu unserem ca. eineinhalb Stunden entfernten Ziel der Reise.

Einreisekurs von BVS

Sowie EIRENE einen Ausreisekurs verantaltete, veranstaltete BVS natürlich auch einen Einreisekurs, genannt Orientation. Welcher in New Windsor, Maryland stattfand, was auch zunächst das Ziel unserer Reise war. Wir Deutschen kamen alle einen Tag früher als die 20 amerikanischen Freiwilligen an, um uns ein bischen zu erholen und an die Zeitumstellung zu gewöhnen.
Ehrlich gesagt war keiner von uns Deutschen darüber begeistert, an noch einem Seminar teil zu nehmen und dies mal nicht nur 2 Wochen, sondern ganze 3 Wochen.
Nachdem wir am Samstag angekommen waren, am Sonntag lange schliefen und danach Frühstücken gingen, kamen am frühen Sonntag nachmittag die ersten Amerikaner an. Und es war irgenwie komisch aber nicht in einem negativen Sinne sondern eher das Gegenteil. Von Anfang an bestand zwischen allen Teilnehmern eine Vertrautheit, als würde man sich schon seit Jahren kennen. Wir saßen für Stunden im Vorgarten unseres Tagungszentrums und es kamen immer mehr Freiwillige hinzu. Sie kamen von über all her, aus den ganzen USA. Und es wurde uns einfach nicht langweilig.
Und dann begann sie offiziell, unsere Orientation, mit einem Abendessen am Sonntag abend um 18 Uhr. Danach traffen wir uns zu unserer ersten Einheit, in welcher Grundlegende Dinge und das Programm besprochen wurde.
- Unser Programm startete jeden morgen um 7 Uhr und endete abends um 21 Uhr.
- Mehrtägige Ausflüge nach Baltimore und Washington.
- Es wurden einige Gastreferenten eingeladen, die teilweise mehrere Tage durch das Program führten.
- Arbeiten in gemeinnützig Organisationen.
- Viele Einheiten, die von Mitarbeitern von BVS geleitet wurden.
- Nahrungsmittel Besorgung und kochen.
- Kirchenbesuch

Kursleitung

Über die ganzen 3 Wochen wurden wir von 2 Mitarbeitern von BVS angeleitet. Genelle, sie ist 28 Jahr alt und kam wenige Wochen zuvor aus Deutschland zurück, wo sie für fast ein Jahr gelebt hatte um deutsch zu lernen. An ihrer Seite, Sam, er ist 23 Jahre alt und selbst ein Freiwilliger im 3 Jahr, bei BVS im Hauptquatier tätig.
Wenige Tage nach Beginn des Seminars stießen dann noch zu uns, Dan McFadden, der Direktor von BVS und seine Assistentin, Elizabeth.
Alle vier sind wunderbare Menschen, die sich selber nie als eine Autorität ansahen, vielmehr waren sie selbst ein Teil der Gruppe.

Teilnehmer

So verschieden wie die Bundestaaten waren aus denen die Freiwilligen kamen, so unterschiedlich waren auch die Motivationen, ein Jahr an BVS abzugeben, die Altersgruppen und die konfessionellen Zugehörigkeiten. Die Teilnehmer kamen teilweise aus sehr religiösen Hintergründen zu BVS und fühlten sich von Gott berufen diesen Dienst zu machen. Andere kamen von der Uni und wollten noch etwas ganz anderes tun bevor sie anfangen würden in ihrem Beruf zu arbeiten. Und wieder Andere taten es um sich einen lebenslangen Traum zu erfüllen. Die Altersgruppen reichten von 18 bis 61 Jahren.

Tagungszentrum

Ich war ehlich gesagt sehr erstaunt als ich an unserem Tagungszentrum ankam. Das Wort „zentrum“ war hier wirklich keine Übertreibung. Es handelte sich hierbei um einen ehemaligen Kampus einer Universität, welcher zu einem Tagungszentrum umgebaut worden war. Das gelände war riesig und die Unterkünfte relativ luxeriös. Der Ort hieß New Windsor im US- Bundesstaat Maryland. Das kleine Städtchen hatte nur 1500 Einwohner und lag weit entfernt von jeglicher Zivilisation.

Leibliches Wohl

Das war eine Sache, die mich schon bevor ich Deutschland verlassen hatte sehr interesiert hat. Ihr werdet jetzt sicher denken, „der Philipp der alte Fresssack“!! Aber nein, ich werde euch erklären, warum. Einer der Grundsätze von BVS ist: „Simple living, so that people can simply live“. Was so viel heißt wie: „Einfach leben, damit Menschen einfach leben können“. Was für uns wiederum bedeutete, dass wir wärend unserer 3 Wochen Seminar sehr einfach leben würden. Was daran zu erkennen war, dass jedem Freiwilligen $ 2.25 für alle 3 Mahlzeiten zusammen am Tag zu verfügung standen. Ja, $ 2,25 für 3 Mahlzeiten. Das entspricht derzeit ca. € 1,60 für 3 Mahlzeiten.
Wir würden in acht Kochgruppen a drei bis vier Personen eingeteilt. Ich persönlich hatte das Glück(!!) in der ersten Kochgruppe zu sein. Und wir schritten auch gleich zur Tat. Noch am selben Abend setzte sich meine dreiköpfige Kochgruppe zusammen und wir planten, was wir in der ersten Woche, in welcher wir drei Mahlzeiten zubereiten mussten, kochen würden. Da ich in der ersten Gruppe war und sozusagen ins kalte Wasser geworfen wurde, gab man mir freundlicherweiße die älteste Teilnehmerin an die Hand. Die 61 jährige Sandi hatte glücklicherweiße schon etwas Erfahrung was das kochen anging!! Bei den Vorschlägen was wir nun kochen wollen, überzeugte ich unteranderem mit meiner französischen Quische, wovon ich sogar das orginal Rezept dabei hatte. Aber nach kurzem rumgetippe im Taschenrechner wurde schnell klar, dass meine Idee für unser straffes Budget einfach zu teuer war! Aber wir fanden etwas anderes, günstigeres. Und überzeugten gleich am darauf folgenden Tag das erste Mal mit unseren Kochkünsten. Wir waren stolz, als uns alle lobten.

Programm

In den ersten Tagen des Seminars ging es hauptzächlich darum die anderen Teilnehmer kennen zu lernen und technische Fragen zu klären. Ein weiterer Punkt der noch wichtig war: Wer geht jetzt zu welchem Projekt? Wo würde ich mich nach den drei Wochen Seminar wieder finden??

Projektauswahl

Trotz dass wir unsere drei Wunschstellen schon vor Monaten bei BVS eingereicht hatten, bekamen wir wieder ein neues Blatt Papier wo wir unsere entgültigen Entscheidungen für drei Projekte niederschreiben sollten. Dafür hatten wir eine Woche Zeit. Und diese Zeit benötigten wir. Denn BVS hatte sehr viel Informationsmaterial über jedes zu verfügung stehenden Projekt mitgebracht. Jedes Projekt hatte eine Akte, in welcher genau beschrieben wurde was die entsprechenden Aufgaben sein werden. Desweiteren gab es über fast alle Projekte entweder ein Viedeo oder eine DVD, durch welche man sich ein sehr gutes Bild über die Situation vor Ort machen konnte.
Ich hatte am Anfang meines Briefes erwähnt, dass ich damit rechnete nach Washington D.C. in eine Suppenküche zu gehen. Doch, zu meiner Überaschung, teilte man mir bald mit, dass meine Wunschstelle in Chicago doch wieder zu besetzen sei!!!! Ohh, ich war glücklich!!! Doch es wurde mir ebenfalls mitgeteilt, dass dieses Projekt in Chicago ein Problemfall ist und das BVS ein halbes Jahr nicht bereit war Freiwillige nach Chicago zu entsenden weil die Verhältnisse zu chaotisch waren. Was mir auch anhand einiger Beispiele deutlich gemacht wurde. Deshalb sollte ich mir genau überlegen ob ich bereit und stark genug wäre zu Su Casa nach Chicago zu gehen. Und nach allem was ich gehört hatte kam ich ins zweifeln ob meine Traumstelle wirklich ein Traum war oder ob sie sich schnell als Albtraum herausstellen würde. Ich dachte, dass es vielleicht doch besser wäre nach Washington in die Suppenküche zu gehen. Und ich führte viele Gespräche, laß Akten und Unterlagen noch und nöcher und schaute mir natürlich die Videos an. Und ich begann mir drüber klar zu werden, dass Washington und die Suppenküche nur der einfache Weg sein würde. Sechs Stunden arbeit und danach wieder nach Hause. Wohingegen ich in Chicago eine 50- 70 Stundenwoche haben würde. Trotzem, wollte ich das wirklich? Sechs Stunden am Tag in einer Suppenküche stehen, kochen und dann aufräumen? Es schien mir sehr langweilig und einseitig. In Chicago, in Su Casa hingegen gab es so viele verschiedene Dinge die ich machen konnte.
Und ich beschloss Chicago als meinen ersten Wunsch anzugeben.
Der Direktor von BVS war auch einverstanden. Nun musste nur noch mit der zuständigen Person in Su Casa in Chicago gesprochen werden, ob sie mit mir einverstanden ist. Meine Unterlagen wurden an sie gefaxt und ich wurde zu einem Bewerbungsgesträch mit meiner zukünftigen Chefin via Telefon gebeten.
Und kurz nach dem Telefonat bekam ich mitgeteilt, dass ich nach Chicago gehen werde.

Arbeitstag in der Gemeinde

Als ich diesen Programmpunkt auf einem Plan gesehen habe, konnte ich mir zunächst nicht vorstellen, was dies sein könnte. Ich sollte es bald herausfinden!!
Am Tag des Geschehens wurden wir in Dreiergruppen aufgeteilt. Wir bekamen etwas zum essen und Wasser zum trinken. Dann hieß es, dass wir alle in die Busse einsteigen sollen. Jeder Bus, mit jeweils 4 bis 5 Gruppen an Bord, führ in eine andere Richtung. Nach ca. 20 Minuten hielt mein Bus das erste mal an, die Türe ging auf und es hieß: „Gruppe 3, raus mit euch. Ihr habt acht Stunden Zeit um zu Häusern, Bauernhöfen, Restaurants oder Geschäften zu gehen und eure Arbeitskraft um sonst anzubieten. Ihr musst es auserdem alleine wieder zurück in unser Camp schaffen“!!! Und so wurde eine fassungslose Gruppe nach der anderen irgendwo in der Pampas ausgesetz. Meine Gruppe hatte das Glück(!!) die Letzte zu sein, die am weitesten entfernt ausgesetzt wurde. Nun standen wir da, keine Ahnung wo wir waren, noch immer fassungslos!! Dann entschieden wir uns los zu laufen und kamen zu den ersten Häusern, wo wir unsere Arbeitskraft anboten. „Wir würden alles machen“, sagten wir zu den Leuten, „ob im Haus putzen oder im Garten arbeiten“. Nun wünscht sich so etwas ja jeder, drei Leute zu haben, die für einen die Arbeit erledigen. Doch wie groß ist die Chance, dass eines Tages tatsächlich 3 Leute vor der Türe stehen und arbeiten wollen!? Dementsprechen schwer war es für uns, tatsächlich Arbeit zu finden, trotz das wir umsonst waren. Die Leute schauten uns meist nur unglaubig an und waren froh uns wieder los zu werden.
Doch es war uns letztendlich doch möglich arbeit zu finden und auch in unser Camp haben wir es, dank einer Fahrgelegenheit, wieder sicher geschaft.
Für mich persönlich so wie auch für fast alle anderen hatte dieser Tag mit einem: „ Oh nein, bitte nicht“ begonnen und mit einem: „Was für ein erlebnisreicher und schöner Tag“ geendet.
Es war ein tolles Erlebnis, dass nicht alltäglich ist.

Viertägiger Ausflug nach Baltimore, Maryland

Baltimore ist eine Großstadt nicht weit entfernt von der US- Hauptstadt Washington. In Baltimore angekommen, bezogen wir unsere Unterkunft, ein Obdachlosenheim für Männer im Herzen der Stadt. Der Name des Heimes war “I Can Incooperated“, was so viel heißt wie „Ich kann“. Das Heim hatte 3 Stockwerke. Im ersten Stockwerk befand sich ein riesiger Saal, welcher uns in den nächsten 3 Nächten als Schlaf- und Aufenthaltsquartier zur verfügung stand. Im zweiten Stock befand sich ein ganz normales Obdachlosenheim, in das die Bedürftigen am Abend hineingelassen werden, eine warme Mahlzeit und ein Bett bekommen und am nächsten Morgen wieder gehen müssen.
Im dritten Stock wurden Obdachlose aufgenommen, die von der Straße weg wollten. Sie könnten an einem zweijährigem Programm teilnehmen, in welchem sie von Sozialarbeitern unterstützt werden, von jeglichen Drogen wegkommen müssen, Arbeit und eine Wohnung finden müssen. In den nächsten 4 Tagen sollten wir hauptzächlich mit den Leuten aus dem dritten Stock zusammen kommen.
Unsere Unterkunft war einfach, sehr einfach. Wir schliefen auf ein paar übereinander gelegten Decken auf dem Boden. Abends wenn wir im Kreis zusammen saßen und über die Geschehnisse des Tages sprachen konnten wir die Mäuse und Kakalarken über den Boden laufen sehen. Das Heim befand sich in der schlechtesten Gegend der Stadt, welcher Hauptzächlich von Afroamerikanern bewohnt wurde.
Am ersten Abend hatten wir eine erste Zusammenkunft mit einigen Bewohnern des dritten Stockes. Sie waren zu uns gekommen um uns ein wenig über sich selber, ihre Lebenserfahrungen und “I Can Incooperated“ zu erzählen. Und es war unglaublich!!!!!
Die Männer hatten unglaubliche Geschichten hintersich. Sie waren teilweise über 30 Jahre drogenabhängig, haben Jahrzehnte auf der Straße gelebt. Manche waren 25 Jahre im Gefängnis, ja auch für Mord. Einige sind HIV infiziert. Wir fingen an uns mit ihnen zu unterhalten. Es waren über 30 Männer. Ich sprach oft viele Stunden mit manchen. Sie waren glücklich das wir da waren. Sie waren glücklich, endlich mal jemand zu haben, der sie nicht als Dreck der Nation ansah sondern ihnen einfach mal zuhörte. Bald waren sie nicht mehr einfach nur „die Männer aus dem Heim“ sondern „unsere Freundeaus I CAN“.
Wenn ich jetzt darüber nachdenke bin ich immer noch sehr dankbar dafür, diese Erfahrung gemacht zu haben.
Ich hab sogar eine Brieffreundschaft mit Mohammed, einem der Bewohner, angefangen. Er wurde 5 Tag bevor ich in kennenlernte, nach 17 Jahren aus dem Gefängnis entlassen.
Ich sehe es als ein Privileg an mit Menschen wie Mohammed in Kontakt getreten zu sein.
Sie sind vielleicht drogenabhängig, haben auf der Straße gelebt und vielleicht sogar noch schlimmere Dinge getann aber sie sind trotzdem Menschen , die ein Recht darauf haben wargenommen zu werden.
Wärend der Zeit in Baltimore arbeitete ich unter anderem noch für ein Tag in einer riesigen Suppenküche, welche am Tag ca. 500 Essen ausgibt. Und ich besuchte das Hautquatrier einer Friedensorganisation, deren Mitglieder von der US- Regierung als Terroristen angesehen werden.

Ende des Seminars

Als wir aus Baltimore zurück kamen, hatten wir nur noch wenige Tage bis zur Abreise zu unserem Projekt. Mittlerweile wußte jeder wo er sein Jahr letztendlich verbringen würde. Und alle waren mit ihrem Projekt zufrieden. Das Seminar wurde mit einer tollen Abschlusszeremonie und einer riesen Party beendet.
Wir alle hatten die anderen Teilnehmer in den letzten 3 Wochen so gut kennengelent, dass ich fast schon von einer großen Familie sprechen will. Dementsprechend schweer war es, uns von unseren neuen Freunden zu verabschieden.
Und dann war es soweit. Am frühen Morgen des 15. Oktobers sollte ich mit einigen anderen Freiwilligen meine reise nach Chicago antreten.

Ankunft in Su Casa, Chicago

Nach einer 15 stündigen Fahrt konnte ich die Skyline von Chicago langsam erkennen. Und ich wusste, wir sind bald da. Ich stand zum ersten Mal vor Su Casa, es sah genau so aus wie auf den Bildern. Ein rotes Backsteingebäude mit einem gläsernen, in die Wand eingearbeitetem, Kreuz über der Eingangstüre. Ich klingelte, meine neue Chefin öffnete die Türe. Ich trat ein. Alle meine zukünftigen Kollegen waren da um Stephanie, eine andere Freiwillige, welche mit mir hier arbeiten sollte und mich zu begrüßen. Uns wurde das Haus gezeigt, wir unterhielten uns einwenig, doch es war schon spät. So wurde alles andere auf den nächsten Tag verschoben und wir gingen zu Bett.

Su Casa

Su Casa ist ein Obdachlosenheim für lateinamerikanische Familien und befindet sich auf der Südseite von Chicago. Su Casa wurde 1990 als ein Zufluchtsort für Flüchtlinge aus mittelamerikanischen Ländern eröffnet. Darmals wohnten hauptzächlich Männer hier. Als sich dann die Situation in den mittelamerikanischen Ländern mitte der 90er Jahre wieder beruhigte und kaum noch Flüchtlinge nach Chicago kamen, mussten sich die Verantwortlichen von Su Casa überlegen, wie es weitergehen soll. Und sie entschieden sich dafür, dass Su Casa von nun an obdachlosen lateinamerikanischen Familien in Chicago dienen soll.
Su Casa ist ein Mitglied der katholischen Arbeiter Bewegung und folgt daher den Prinzipien ihrer Gründerin Dorothy Day.
Das Obdachlosenheim kann bis zu sechs Familien aufnehmen. Die Familien können bis zu ein Jahr lange hier wohnen. Müssen ihr Leben aber in dieser Zeit mit unserer Hilfe wieder in den Griff bekommen. Die meisten Bewohner sind Mütter mit ihren Kindern, die aus sehr gewaltvollen Umgebungen zu uns kommen. Einige sind drogenabhängig.

Sprache

Die meisten Mitarbeiter und Gäste sprechen kaum oder garkein englisch sondern nur spanisch. Was manchmal sehr mühsam sein kann. Da u. a. unsere ganzen Besprechungen in spanisch stattfinden. Aber ich habe schon einiges gelernt seit ich hier bin. Ab mitte Januar werde ich dann an einem Spanischkurs teilnehmen.

Das Haus

Unser Haus ist 107 Jahre alt. Dementsprechend funktioniert nicht immer alles wie es soll. Wir haben allerdings alles was wir brauchen und wenn was kapput geht bekommen wir es meistens irgendwie wieder zum laufen!!

Meine Mitarbeiter

Marc
Marc ist ein 25 jähriger Amerikaner, der ursprünglich aus Californien stammt. Er besucht hier in Chicago das Priesterseminar und arbeitet in Su Casa als Teilzeitfreiwilliger. Er wohnt hier im Haus. Marc kam einen Monat bevor mir hier her. Er war anfangs sehr hilfreich, da er mir sehr viel zeigte und erklärte. Marcos, wie in die Latinos nennen, ist ein sehr lustiger und aufgeschlossener Mensch, ich komme sehr gut mit ihm klar.

Stephanie
Sie ist ebenfalls eine BVSerin und kam mit mir zusammen hier her. Sie ist 20 Jahre alt und stammt aus Richmond, Indiana, was nicht weit von hier entfernt ist. Stef ist eine Vollzeitfreiwillige und wohnt hier im Haus. Mit ihr komme ich ebenfalls sehr gut aus.

Mario und Yaneth
Ein Ehepaar (48 und 37) aus El Salvador, das sich vor über einem Jahr entschlossen hat 2 Jahre lang in Su Casa zu arbeiten. Sie wohnen mit ihren 3 Kindern hier im Haus. Mario und

Yaneth sind einfach zwei wunderbare Menschen. Yaneth spricht leider garkein englisch und Mario nur wenig. Dennoch schaffen wir es immer irgendwie uns zu verständigen. Insbesondere Mario, mit dem ich sehr eng zusammen arbeite, hat wärend des Bürgerkrieges in El Salvador ein sehr interesantes Leben gelebt.Er steckt so voller Geschichten und Erlebnissen über die ich als gerne mehr erfahren würde doch die Sprachbaiere hält uns leider zu oft davon ab. Die beiden sind immer sehr fröhlich und bringen mich oft zum lachen, wofür ich ihnen sehr dankbar bin.

Schwester Maria
Sie ist unsere Sozialarbeiterin und arbeitet bereits seit 13 Jahren hier. Maria dürfte schätzungsweise mitte, ende sechtzig sein. Sie ist die wichtigste Person hier im Haus, da sie den Familien mit allen rechtlichen Fragen und Problemen hilft. Maria ist schon sehr lange hier und hat schon sehr viel mitterlebt daher kann ihr Geduldsfaden sehr schnell reisen und sie wirkt dann oft verärgert. Wofür sie sich dann aber manchmal entschuldigt. Sie wohnt nicht hier im Haus.

Liz
Sie ist meine Chefin. Kommt selber aus Mexico und lebt mit ihrem Mann, ihrer Tochter und ihrem Bruder hier im Haus. Ich komme gut mit ihr aus.

Die Familien

Als ich am 15. Oktober hier an kam war das Haus voll. Wir hatten 6 Familien im Haus wohnen und insgesamt 35 Personen. Seit diesem Zeitpunkt sind vier neue Familien oder einzel Personen eingezogen und vier wieder ausgezogen.
Derzeit haben wir nur Mütter mit ihren Kindern hier wohnen. Die Altersgruppen der Mutter reichen von 17 Jahren (und 2 Kindern) bis 35 Jahren. Die meißten Frauen kommen aus einer sehr gewaltvollen familiären Umgebung, was bedeutet, dass sie und ihre Kinder meist von ihren Ehemännern misshandelt worden sind und bei uns Zuflucht gesucht und gefunden haben.
Wir sind das einzige Obdachlosenheim in Chicago, das die ganze Familie aufnimmt. Normalerweiße werden die Familien in Obdachlösenhäuser immer nach Geschlecht getrennt.

Kinder

Es ist sehr gewohnungsbedürftig, von heute auf morgen ständig Kinder im Alter von 6 Monaten bis 10 Jahren um sich herum zu haben. Offiziel wird von mir nicht verlangt mich um die Kinder unserer Gäste zu kümmern. Aber es lässt sich natürlich nicht vermeiden, dass die Mütter manchmal Termine haben, bei welchen sie ihre Kinder nicht brauchen können, dann bin ich gefragt. Mit den meisten Kindern verstehe ich mich hier sehr gut, dementsprechend macht es Spaß mit ihnen zu spielen (meistens zumindest!!).

Aseha und Charles

Sie sind zwei afroamerikanische obdachlose Männer, mitte 40. Aus irgendwelchen Gründen, die keiner kennt, haben diese beiden das Privileg, Freitag abends für 3 Stunden ins Haus zu kommen, hier zu duschen und zu essen. Duschen tun sie nie, essen eher selten, meist sitzen sie nur in der Küche trinken Kaffee und hören sich Rap- Musik an. Das lustige ist, sie verstehen nicht (oder wollen nicht verstehen), dass sie nur Freitags ins Haus kommen können.
Manchmal sitzen sie 8 Stunden vor unserem Hintereingang und warten nur darauf bis jemand zu Türe rauskommt und sie hineingehen können. Sie sitzen dann wie immer in der Küche trinken Kaffee, singen und tanzen. Und alle fragen sich wer die beiden rein gelassen hat. Wenn sie nimand bittet zu gehen, dann bleiben sie meist den ganzen Tag. Da sie nach einer weile den Kühlschrank nach essbarem Fleisch durchsuchen und ihren Finger in alles rein stecken, bin ich dann meißt der, da ich einer der wenigen Englischsprecher bin, welcher sie bitten darf zu gehen und erst am Freitag wieder zu kommen!!! Manchmal sitze ich aber auch mit ihnen in der Küche und wir reden über das Leben in Chicago, über Filme und Musik.

Meine Aufgaben

Latinos sind lustig, reden viel und arbeiten oft nach dem Motto: „komm ich nicht heute, komm ich vielleicht morgen oder auch erst übermorgen“! Was mir und den anderen Amerikanern hier anfangs oft sehr schweer viel zu verstehen. In der ersten Wochen hatte ich keinen festen Zeitplan nach dem ich gearbeitet habe, was mir nicht sehr gut gefiel.
Mittlerweile habe ich es allerdings geschaft mir einen wöchentlichen Zeitplan für die Arbeit aufzustellen. Wobei es sehr schwierig ist mich daran zu halten. Denn ich wohne nunmal am selben Ort an dem ich auch arbeite, somit gibt fast immer etwas zu tun, auch wenn ich eigentlich frei habe!! Versteht mich bitte nicht falsch, mir macht die Arbeit hier sehr viel Spaß und es wäre kein problem für mich, am Ende meiner Schicht in mein Zimmer zu gehen oder das Haus zu verlassen. Doch es ist meist so viel zu tun, dass ich mich 5 Stunden nach Ende meiner Schicht immer noch im Büro wiederfinde.
Ich habe vier Bereiche für die ich hier im Haus zuständig bin:

Hausmanager
Unsere Öffnungszeiten sind Montag bis Sonntag von 8:30 Uhr bis 21:30 Uhr. Um zu garantieren, dass zu diesen Zeiten eine verantwortliche Person im Haus ist, haben wir 14 Schichten pro Woche des sogenannten Hausmanagements. Täglich von 8:30 bis 15:30 Uhr und von 15:30 bis 21:30 Uhr. Der Hausmanager ist in dieser Zeit für das ganze Geschehen im Haus verantwortlich, er hat Telefondienst und ist für die Türe zuständig.
Normalerweise übernehme ich 4 dieser Schichten pro Woche.

Suppenküche
Jeden Sonntag von 12:00 bis 13:00 Uhr öffnen sich die Türen unserer Suppenküche. Wir geben eine warme Mahlzeit an alle bedürftigen Gäste aus unserer Nachbarschaft aus. Desweiteren geben wir Lebensmittel und Kleider, hauptzächlich an Mütter, aus.Viele Gäste stellen sich schon ab 10 Uhr in die Schlange, in der Hoffnung auf etwas zu Essen und Lebensmittel. Nicht alle der Gäste sind obdachlos, viele leben einfach unter der Armutsgrenze und haben daher nicht jeden Tag Geld um sich etwas zu Essen zu kaufen.
Traurige Bilanz, ca. 95% unserer Gäste in der Suppenküche sind Afroamerikaner.
Anfangs war ich über die Zustände in der Suppenküche entsetzt. Es war hart zu sehen, dass es Familien gibt die garnichts haben. Kinder die noch nichteinmal in der Schule sind, total verwarlost. Es war schweer Gäste die in der Schlange standen und auf etwas zu Essen warteten nach Hause zu schicken weil wir nichts mehr hatten. Aber nach einer Weile gewöhnt man sich dran und man wird sich leider bewusst, dass man diesen Menschen zwar im Moment aushelfen kann, in dem man ihnen etwas zu essen gibt, aber es wird mir nicht möglich sein allen zu helfen oder gar die Situation zu ändern. Sonntags haben wir meist ca. 150 hungrige Gäste.
Frieda, ein Afroamerikanerin mit der ich mir die Verantwortung teile, arbeitet schon eine lange Zeit in der Suppenküche. Ich bin sehr glücklich darüber das ich sie habe, denn sie weiß mit unseren Gästen oft besser umzugehen als ich. Warum sage ich das? Vorsichtig ausgedrückt gibt es in den USA immer noch Rasismus. Daher nehmen unsere, meist afroamerikanischen Gäste, eher etwas von einer Person ihresgleichens an als von einem fremden 20jährigen Weißen.
...

Food Manager (Verantwortlicher für Lebensmittel)
Ich bin dafür verantwortlich das immer genug zu essen im Haus ist.
Die Stadt Chicago hat eine Einrichtung die sich „The Greater Chicago Food Depository“ (deutsch: Das große Lebensmittellager der Stadt Chicago) nennt. Von hier aus werden alle gemeinützigen Organisationen der Stadt mit Lebensmittel zu Niedrigstpreisen versorgt. Ich bestelle normalerweise einmal die Woche alles was wir brauchen und hole es dann 2 Tage später ab.
Desweiteren gehen Mario und ich jeden Sonntag morgen auf unseren Foodrun. Was heißt, dass wir zu zwei verschiedenen Supermärkten fahren und die abgelaufenen Lebensmittel abholen. Ihr glaubt garnicht wieviele Lebensmittel ein Supermarkt jeden Tag auf den Müll wirft. Nachdem wir bei beiden Märkten gewesen sind haben wir immer einen Kleinlaster voll mit Essen. Zurück im Haus angekommen schauen wir was wir von denen in Müllsäcken verpackten Lebensmittel für unser Obdachlosenheim brauchen können. Der Rest geht in die Suppenküche und ist meist nach einer Stunde unter den Bedürftigen verteilt.
Trotz all der gespendeten oder Niedrigpreis Lebensmittel die wir bekommen gibt es ein paar Dinge die wir für „teures“ Geld im Supermarkt kaufen müssen, beispielsweise Seife für die Waschmaschiene oder Eier.

Hausinstandhaltung
Wie schon erwähnt ist unser Haus mittlerweile 107 Jahre alt. Daher gibt es ständig Dinge die reperiert werden müssen. Was Mario und ich meist zusammen machen. Aber es gibt leider Dinge die wir nicht reparieren können. Unser Dach ist so ein Beispiel, es regnet leider an vielen verschiedenen Stellen rein.

Essen

Von Montag bis Freitag gibt es um 18 Uhr Abendessen, hier kommen meist alle Bewohner des Hauses zusammen. Jede Familie die hier wohnt muss pro Woche einmal für alle kochen. Für die übrigen Mahlzeiten ist jeder für sich selbst verantwortlich. Ich persönlich lasse meist das Frühstück weg und koche mir erst zum Mittagessen etwas.
Ich glaube ich hatte bis jetzt nur wenige Mahlzeiten bei denen ich nicht erst schauen musste ob das was ich mir zubereite wollte nicht schon vom Schimmel befallen ist. Die meisten Lebensmittel die wir bekommen sind abgelaufen was aber nicht bedeutet, dass man sie nicht mehr essen kann. Doch das Eine ist halt schneller schimmlig als das Andere!!

Meine Wohngegend

Ich wohne auf der Südseite von Chicago. Es ist manchmal unglaublich für mich, wie sehr diese Stadt nach Hautfarben unterteilt ist. Auf der Südseite wohnen hauptzächlich Afroamerikaner. So auch in meiner Nachbarschaft. Die Kiminalitätsrate ist hier sehr hoch. Genauer gesagt lebe ich in mitten einer der gefährlichsten Ghettos die es in den USA gibt. In meiner Gegend bin ich so ziehmlich der einzige Weiße. Wenn ich die Straße herunter laufe werde ich meist von allen angestahrt. Auch mit der Polizei habe ich mich schon des öfteren unterhalten MÜSSEN. Meistens bin ich einfach nur die Straße entlang gelaufen und wurde dann von einem oder sogar von zwei Polizeiautos angehalten. Die Beamten, meist äuserst unhöflich, sind dann immer sehr interesiert daran, was ich in dieser Gegend mache. Da sich meist nur drogenabhängige Weiße oder ahnungslose Touristen in diese Gegend verirren. Sage ich ihnen dann das ich hier wohne und arbeite, fragen mich die Polizisten meist ob ich denn verrückt sei. „Sie würden hier nicht einmal ohne ihre kugelsichere Weste und Waffe aus dem Auto steigen“,fügen sie dann meist hinzu. Und auseredem solle ich jetzt machen das ich nach Hause komme, da sie keine lust hätten noch einen Mordfall aufzuklären. Dann fahren die Polizisten einmal um den Block, treffen sie mich dann immer noch an, halten sie wieder an und versuchen mir angst zu machen, in dem sie mir erzählen wieviel Personen in den letzten Monaten in welchen Straßen getötet worden sind. Ich weiß, all das hört sich für einen deutschen unglaublich an. In Deutschland ist diese Armut und dieses Gewaltpotential wie hier glücklicherweiße noch nicht so enorm und alltäglich.
Ich versuche mich zwar so wenig wie möglich von der Gewaltbereitschaft einschränken zu lassen, dennoch gibt es auch für mich gewisse Grenzen. Ich würde beispielsweise nachts nie einfach nur so, zum Spass durch die Gegend laufen. Wenn ich nach drausen gehe, versuche ich mich so gut wie möglich anzupassen, was heißt das ich von nun an nicht mehr in irgendwelchen Disignerläden einkaufe sondern meine Kleider aus der Altkleidersamlung oder aus billigen Secondhand- Läden beziehe.
Auch unsere direkten Nachbarn sind nich altäglich. Wir teilen uns den Vorgarten mit einem Heim für jugendliche Straftäter. Auf der anderen Seite befindet sich ein Heim für ehemalige Prostituierte.

Freunde

Wie viele von euch wissen habe ich vor 4 Jahren ein Highschool Jahr in den USA verbracht. Damals wohnte ich in Highland, Indiana. Und das ist ein weiterer Grund warum ich sehr glücklich bin hier in Chicago zu sein. Denn Highland ist nur ca. 25 Minuten von Su Casa entfernt. An meinen freien Tagen bin ich regelmässig in Highland bei meinen Freunden aus Highschooltagen oder bei meinem ehemaligem Gastvater Jim. Ich bin sehr froh das ich sie habe denn meine Freunde geben mir die nötige Abwechslung die ich brauche um mich in Su Casa auf meine Arbeit konzentrieren zu können.

Freundin

Ich freue ich mich sehr darüber, dass meine Freundin Erna derzeit auch für ein Jahr in den USA ist. Sie arbeitet in Columbus, Ohio was ca. 800 km von Chicago entfernt ist. So haben wir zumindest einmal im Monat die Gelegenheit uns zu sehen. Silvester werden wir gemeinsam in der US- Hauptstadt Washington D.C. verbringen.

Zwischenbilanz

Wenn ich auf die vergangenen Monate zurückblicke dann muss ich sagen, dass ich in Su Casa mein Wunschprojekt gefungen habe. Ich bin sehr glücklich hier und hoffe das die verbleibenden 9 Monate noch viel Erlebnisse mit sich bringen werden.
...

Es grüßt euch aus Chicago euer Freund
Philipp Pfefferle

Ein Kommentar zu diesem Bericht schreiben

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht:

Shakila schrieb am 24.09.10 um 18:59 Uhr:
wow
sehr interessant vor allem so schön geschrieben hab fast alles gelesen ohne mich zu langweilen
(kommt meistens bei langen texten vor )

Waldemar Brozmann schrieb am 21.07.10 um 23:51 Uhr:
Ein sehr interessanter Bericht.. und sehr mutig in solch einer Umgebung zu arbeiten/leben.. aber gegenüber einem Jahr Küchenarbeit würde ich es auch bevorzugen.

Mit freundlichem Gruß^^

Einen Kommentar zu diesem Bericht schreiben